Starker Dauerregen sorgt für Wehreinsätze

Volme tritt schon in Kierspe übers Ufer

In Sankel musste die Wehr allerdings zunächst kapitulieren – der Wassermassen konnte sie am frühen Abend nicht mehr Herr werden.
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Einer von vielen Feuerwehreinsätzen: In Sankel musste die Wehr allerdings zunächst kapitulieren – der Wassermassen konnte sie am frühen Abend nicht mehr Herr werden.

[Update 21.30 Uhr] Man konnte praktisch zusehen, wie der Pegel der Volme Zentimeter um Zentimeter anstieg, als am Mittwochmorgen starker Dauerregen einsetzte.

Kierspe - 19,6 Zentimeter hoch stand der Wasserpegel in der Volme an der Kiersper Messstelle um 0 Uhr.  Um 9 Uhr waren es bereits 60 Zentimeter – und um 20 Uhr wurden sogar 153 Zentimeter gemessen.

Am vergangenen Samstag und Sonntag bewegte sich der Pegelstand im normalen Bereich, dem sogenannten Mittelwasserstand, der laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz – das auch die Pegelmessstelle in Kierspe betreibt – bei 20 Zentimetern liegt. Den Pegel des mittleren Hochwasser (93 Zentimeter) erreichte die Volme am Mittwoch gegen 15 Uhr.

Einsätze über den Tag verteilt

Der starke Dauerregen sorgte natürlich auch wieder für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr, für deren Mitglieder am Mittwoch Einsatzbereitschaft ausgerufen worden war, wie Pressesprecher Christian Schwanke erklärte. Nachdem die Wehrfrauen und -männer die ersten Einsätze am Morgen erledigt hatten, ging es zum Rathaus beziehungsweise Bauhof. Dort wurden vorsorglich Säcke mit Sand befüllt, die dann im gegebenen Fall dorthin gelegt werden, wo Bäche über die Ufer treten und Schaden anrichten können.

Nachdem die Wehrleute die ersten Einsätze am Morgen erledigt hatten, ging es zum Rathaus/Bauhof. Dort wurden vorsorglich Säcke mit Sand befüllt.

Einen Bach hatte die Feuerwehr bereits eindämmen müssen: Das Gewässer in Sessinghausen drohte sein Bett zu verlassen. Zuvor galt es für die Einsatzkräfte, einen Baum zu zerlegen, der bei Hölterhaus auf die Straße gefallen war. Reichlich verschmutztes Wasser war ebenfalls auf der Waldheimstraße im Spiel, wo die Wehr für einen besseren Abfluss sorgen musste. Einen weiteren Einsatz gab es zudem in Rönsahl, wo Keller in zwei Häusern von Wasser überflutet worden waren. Und am frühen Abend hieß es dann auch in Sankel „Land unter“: Die Wehr musste dort zunächst kapitulieren, weil sie der Wassermassen nicht mehr Herr wurde.

In Sankel bahnten sich die Wassermassen ihren Weg über die Grundstücke der Anwohner.

Doch im Vergleich zu beispielsweise Altena – das mittags verkehrstechnisch kaum noch zu erreichen war – und anderen Kommunen kam Kierspe noch einigermaßen glimpflich davon, das Unwetter „Bernd“ schlug in Kierspe nicht ganz so hart zu.

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