Gerätehaus: Eigentümer und Stadt verhandeln wieder

Unterhalb der Friedrich-Ebert-Straße und mit einer Ausfahrt zur Osemundstraße könnte das neue Gerätehaus entstehen, wenn sich Stadt und Grundstückseigentümer einig werden. -  Fotos: Becker

Kierspe - Nach langem Stillstand ist wieder Bewegung in die Suche nach einem Standort für ein neues Gerätehaus gekommen. In den vergangenen Jahren waren zahlreiche Grundstücke im Gespräch, an denen das neue Gerätehaus für die beiden Innenstadtlöschzüge angesiedelt werden könnte.

Von Johannes Becker

Jetzt ist auch wieder der Standort im Gespräch, der bereits als einer der ersten angestrebt wurde: An der Osemundstraße, direkt neben dem Gebäude der Mark E, sahen Vertreter von Stadt und Feuerwehr bereits vor Jahren den idealen Standort für ein Gerätehaus.

Denn von dort kann die Feuerwehr jeden Einsatzort in der Innenstadt schnell erreichen, die Zufahrt ist für die Wehrleute unkompliziert und die Friedrich-Ebert-Straße in unmittelbarer Nähe. Darüber hinaus ist das Grundstück so groß, dass auch eine spätere Erweiterung des Gebäudes noch möglich wäre.

Bereits seit Jahren steht die Errichtung eines neuen Gerätehauses im Brandschutzbedarfsplan und ebenfalls seit Jahren werden auch Mittel im Haushalt der Stadt bereitgestellt, um das Gebäude zu errichten.

Notwendig ist die Suche geworden, weil die bisherigen Gerätehäuser an der Wehestraße und im Dorf den Ansprüchen nicht mehr genügen, da neue Fahrzeuge immer mehr Platz benötigen. Zum anderen soll der Neubau die Tagesverfügbarkeit der Wehr erhöhen.

Die Eigentümerfamilie des Grundstückes an der Osemundstraße hatte und hat den Plan, das Gerätehaus auf eigene Kosten zu errichten und an die Stadt für den Zeitraum vom 30 Jahren zu vermieten. Bislang lagen jedoch die Preisvorstellungen der beiden Vertragsparteien zu weit auseinander – was dazu führte, dass sich die Stadt auf die Suche nach alternativen Standorten machte.

Da waren zwischenzeitlich auch das GWK-Gelände und der ehemalige Sitz der Firma Kriesten im Gespräch. Weitere Optionen waren ein städtisches Grundstück an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße oder eine andere Fläche an der Osemundstraße. Wobei es Vorbehalte gegen diese Standorte gibt, da man sich an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße der Möglichkeit, das Fachmarktzentrum zu erweitern, berauben würde.

Außerdem müssten nahezu alle Wehrleute die Kreuzung Wildenhuhlen überfahren, um das Gebäude zu erreichen und der alternative Standort an der Osemundstraße ist wohl nicht groß genug, um neben dem Platz für Gebäude und Parkplätze auch noch Flächen für einen eventuell später notwendigen Erweiterungsbau vorhalten zu können.

Aber vielleicht ist das auch gar nicht notwendig, denn in der Zwischenzeit hat es erneut Gespräche zwischen der Eigentümerfamilie, der Stadt, Vertretern der Politik und der Feuerwehrleitung gegeben. Die Eigentümer des präferierten Grundstückes sind nach MZ-Informationen der Stadt entgegengekommen und auch die Stadt hat wohl noch einmal nachgebessert. Zumindest will man sich bereits in Kürze noch einmal treffen, um zu prüfen, ob es einen Weg für eine Zusammenarbeit gibt.

Olaf Stelse, der als Beigeordneter derzeit den Bürgermeister vertritt, wollte sich gegenüber der MZ nicht zu den Verhandlungen äußern: „Wir sind noch in den Gesprächen und hoffen, dass bis zur Ratssitzung im November Ergebnisse vorliegen.“

Auch zu den Kosten eines Gerätehaus-Neubaus wollte er nichts sagen. Ganz billig dürfte es aber auf keinen Fall werden. Feuerwehrgerätehäuser vergleichbarer Größe haben in anderen Städten mehr als zwei Millionen Euro gekostet.

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