Abzocke bei Dichtheitsprüfung

Andrea Thelen vom Sachgebiet Tiefbau warnt vor einigen schwarzen Schafen unter den Firmen, die Dichtheitsprüfungen für Abwasserkanäle anbieten. Bei Fragen bieten sie und ihr Kollege Manfred Fleige den Hausbesitzern Beratung an. - Archivbild: Becker

Kierspe - Viele Hauseigentümer beschäftigt derzeit das Thema Dichtheitsprüfung. Denn wenn das Eigenheim im Wasserschutzgebiet steht, ist der Besitzer laut Gesetz verpflichtet, im Rahmen bestimmter Fristen die Unversehrtheit der Abwasserkanäle prüfen und dokumentieren zu lassen. Leider gibt es jedoch bei den Firmen, die diese Leistungen anbieten, auch einige schwarze Schafe.

Von Petra Schüller

„Wir hören leider immer wieder davon, dass Hauseigentümer von unseriösen Firmen telefonisch oder an der Haustür bedrängt werden“, ist Andrea Thelen vom Fachbereich Tiefbau beunruhigt. Dieselben Anbieter würden ihren Kunden später oftmals nicht alle Unterlagen und Belege aushändigen, die die städtischen Mitarbeiter benötigen, um die Prüfung anzuerkennen. „Wir möchten die Bürger eindringlich davor warnen, überstürzt aktiv zu werden“, so Thelen. Wer eine Firma beauftrage, solle sich möglichst schon im Angebot bestätigen lassen, dass alle erforderlichen Belege für die Zustandsprüfung an den Hauseigentümer ausgehändigt würden (siehe Infokasten). „Das ist nicht nur für die Anerkennung der Prüfung unbedingt erforderlich“, macht die städtische Mitarbeiterin aufmerksam. „Die Hausbesitzer benötigen die Unterlagen natürlich auch, um überprüfen zu können, ob tatsächlich Reparaturen vorgenommen werden müssen.“ Firmen mit unseriösen Geschäftspraktiken versuchten zum Teil, sich nach der Prüfung sogleich den Auftrag für die Instandsetzung zu sichern, indem sie die Unterlagen unter Verschluss halten. „Dann hat der Betroffene keine Möglichkeit, Angebote anderer Firmen einzuholen“, so Thelen. Wer Fragen hat oder unsicher ist, ob das Angebot einer Firma seriös ist, kann sich unter 0 23 59/66 11 75 mit Andrea Thelen oder unter 0 23 59/66 11 74 mit Manfred Fleige vom Sachgebiet Tiefbau in Verbindung setzen.

Folgende Fristen gelten für Privathäuser im Wasserschutzgebiet: Wurden sie vor dem 1. Januar 1965 gebaut, muss die Dichtheitsprüfung bis zum 31. Dezember 2015 erfolgt sein. Nach dem Stichtag erbaut, muss das Ergebnis bis Ende Dezember 2020 bei der Stadt vorliegen.

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