Städtepartnerschaften

Schwierige Zeiten für einen Verein des Austauschs

Treffen des Städtepartnerschaftsvereins Kierspe
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Die Versammlung leiteten die 1. Vorsitzende Christiane Busch (links) und ihre Stellvertreterin Angelika Witte.

Austausch und Geselligkeit? In Zeiten von Corona schwer möglich. Das ist besonders für solche Vereine schwierig, die von diesem Austausch leben. Der Verein für Städtepartnerschaften in Kierspe will trotzdem „am Ball“ bleiben.

Kierspe - Mit halbjähriger Verspätung holte der Verein seine Mitgliederversammlung nach. Sie war für den 16. März geplant gewesen, dem Tag, der allen Mitgliedern wohl auf ewig in Erinnerung bleiben wird. Denn ab diesem Tag mussten nicht nur alle Schüler in NRW zuhause bleiben, auch sämtliche Vereinsversammlungen fielen auf unabsehbare Zeit aus. Die sind inzwischen wieder möglich, aber ein Verein, dessen Zweck in zwischenmenschlichen Kontakten über Grenzen hinweg besteht, hat auch weiterhin Probleme.

Und so verlas die Vorsitzende Christiane Busch die Aktivitäten des Jahres 2019, denn für 2020 gab es nichts zu berichten – alle geplanten Veranstaltungen waren ausgefallen. Und das wird auf unabsehbare Zeit auch so weitergehen. Für die Ile de France, also die Region, in der Montigny liegt, gilt aktuell eine Reisewarnung und auch für das nordenglische Denton verbieten sich Übernachtungen in Privatquartieren zur Zeit von selbst. Angelika Witte berichtete von einem Video-Gespräch mit einem guten Freund. Der lag dabei in Denton, an Covid 19 erkrankt, im Bett.

Da sind Wurzeln entstanden, das geht nicht kaputt

Sitzungsteilnehmerin

Die Kontakte trotz Corona zu pflegen, ist den Kierspern ein Herzensanliegen, das wurde bei der Versammlung deutlich. Dass sie abbrechen könnten, befürchten sie aber nicht. Die Städtepartnerschaft mit Montigny besteht inzwischen seit mehr als 30 Jahren. „Da sind Wurzeln entstanden, das geht nicht kaputt“, formulierte es eine Teilnehmerin. Aber was tun? Der Weihnachtsmarkt in Montigny ist zur Zeit noch eingeplant, ob aus Kierspe jemand hinfährt, ist mehr als fraglich. Stattdessen wollen die Vereinsmitglieder Weihnachtspäckchen verschicken. „Care-Pakete“ meinte ein Teilnehmer augenzwinkernd.

Mit der weiteren Planung will man schon im kommenden Oktober anfangen und an den hohen Portokosten wird es auch nicht scheitern. Kassenwart Peter Regali hatte in seinem Bericht die gute Finanzausstattung des Partnerschaftsvereins dargelegt. Geld ausgeben konnte man in diesem Jahr schließlich nicht.

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