Stadtwerke drücken den symbolischen Startknopf

+
Wolfgang Struwe (l.) und Heinz-Hermann Dieckmann drückten den symbolischen Startknopf.

KIERSPE ▪ Passend zur offiziellen Inbetriebnahme von drei Fotovoltaikanlagen lachte gestern die Sonne am Himmel über Kierspe. Die Module auf Vierfeldhalle, Hallenbad und am Baubetriebshof zeigten sogleich, zu welcher Leistung sie fähig sind.

Während sich zahlreiche geladene Gäste am Felderhof Häppchen und Sekt schmecken ließen, surrten im Technikraum sechs Wechselrichter. Diese wandeln die Energie von Gleich- in Wechselstrom um, damit sie ins Stromnetz eingespeist werden kann. Direkte Sonneneinstrahlung ließ gestern die Leistungsanzeiger in die Höhe schnellen – zur hellen Freude von Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Struwe: „Die Anlagen sorgen dafür, dass wir mit regenerativen Energien ein neues, zukunftsträchtiges Geschäftsfeld beschreiten.“ Heinz-Hermann Dieckmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates, hob die enge Zusammenarbeit mit der Stadt, den Bäderbetrieben sowie der Enervie-Tochter Novastrom hervor. Alle Standorte seien gemeinsam ausgewählt und geprüft worden.

Rechnerisch mehr als 50 Durchschnittshaushalte

Zusammen sollen es die drei Fotovoltaikanlagen in Zukunft auf 180 000 Kilowattstunden pro Jahr bringen – genug Strom, um rechnerisch mehr als 50 Durchschnittshaushalte mit Strom zu versorgen. Insgesamt 540 000 Euro investierten die Stadtwerke in das Projekt. Auf dem gewölbten Dach der Vierfeldhalle installierten Firmen aus Kierspe und Umgebung den Großteil der Fotovoltaik-Module, auf etwa 1200 Quadratmetern.

Hallenbad-Dach bereitet Kopfzerbrechen

„Ein imposantes Bild. Man könnte meinen, das Dach sei eigens zum Tragen der Module gebaut worden“, stellte Dr. Arndt Bohrer, Geschäftsführer der Novastrom GmbH, gestern fest. Die Elemente seien bewusst parallel zum Dach und damit nicht voll auf die Sonne ausgerichtet worden. „Die Montage war einfacher und die Verluste sind vertretbar“, so Bohrer.

Viel Kopfzerbrechen habe hingegen die Nutzung des Hallenbad-Daches bereitet. Bei dem Gebäude aus den 1960er Jahren wurden Baustatiker hinzugezogen. Diese stimmten schließlich der Anbringung von 570 Quadratmetern Fotovoltaik-Modulen zu.

Einfach sei die Montage auf einem Blechdach am Bauhof gewesen. „Die Anlage dort wird die retabelste“, kündigte Bohrer an. Anders als bei den Dachflächen am Felderhof zahle die Stadt dort keine Pacht. Insgesamt erfreulich sei, dass dank rascher Fertigstellung bis Ende September ein günstiger Einspeise-Vergütungssatz für 20 Jahre gesichert werden konnte. ▪ Pia Käfer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare