Mehrfamilienhaus soll abgerissen werden

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Das Mehrfamilienhaus am Herlinghauser Weg ist baufällig und soll möglichst bald abgerissen werden. Eine Nutzung als Sammelunterkunft für Geflüchtete ist damit nicht möglich

Kierspe - Bereits seit Jahren ist ein Gebäude am Herlinghauser Weg immer mal wieder Thema in der Stadtverwaltung. Denn neben dem großen als Sammelunterkunft für derzeit rund 50 Geflüchtete genutzten Hauses besitzt die Stadt dort noch ein weiteres Mehrfamilienhaus.

Gerne würde sie dieses abreißen, doch bislang scheiterte dieses Vorhaben an der letzten verbliebenen Mietpartei. Auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung reagiert der beigeordnete Olaf Stelse sehr zurückhaltend. Zu groß seine Bedenken, dass es Menschen gebe, bei denen Begehrlichkeiten geweckt würden, wenn sie von den Plänen der Stadt Kierspe lesen würden.

Grundsätzlich möchte die Stadt das Haus abreißen, am liebsten so schnell wie möglich. „Das Haus ist baufällig und muss abgerissen werden“, formuliert es Stelse. Zu Plänen, was mit dem Grundstück nach einem erfolgten Abriss, der von den politischen Gremien beschlossen sei, geschehen soll, wollte Stelse nichts sagen. Der Beigeordnete sorgt mit seiner Aussage aber für Klarheit, denn in Kierspe wurde bereits diskutiert, dass es einen Investor gebe, der das Gebäude erwerben, instandsetzen und daraus eine private Flüchtlingsunterkunft machen möchte.

Von solchen Plänen weiß Karin Schmid-Essing vom Arbeitskreis Flüchtlinge nichts. Sie hält auch eine weitere Sammelunterkunft für wenig sinnvoll. „Viel besser ist es, die Menschen dezentral unterzubringen. Außerdem ist der Herlinghauser Weg so weit vom Zentrum entfernt, dass gerade in der kalten Jahreszeit hohe Kosten für den Personennahverkehr auf die Bewohner zukommen, wenn sie Menschen in Kierspe besuchen möchten, die aus dem gleichen Land kommen“, erklärt Schmid-Essing.

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