Verkehrsspiegel als Unfallrisiko 

+
Der Spiegel an der Einmündung der Lindenstraße in die Höher Straße ist auf Anordnung der Verkehrskommission demontiert worden.

Kierspe - Gerhardine von und zur Mühlen (CDU) hatte in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen nachgefragt, warum der Spiegel an der Ecke Linden- und Höher Straße demontiert worden ist. Die Verwaltung legt für die kommenden Sitzung des Gremiums am 4. September eine detaillierte Antwort vor. Dabei wird korrigiert, dass die Verkehrskommission nicht den Abbau des Spiegels beschlossen habe.

Vielmehr habe es von der Kreispolizeibehörde bei einem Termin der Kommission im Mai eine entsprechende Anregung gegeben. Denn der Verkehrsspiegel führe dazu, dass die Verkehrsteilnehmer aus der Lindenstraße sich „blind“ auf den Spiegel verlassen und mit deutlich zu schnell auf die Höher Straße fahren und dabei nicht noch einmal direkt in die Höher Straße schauen würden.

Das widerspreche dem Sinn einer Tempo-30-Zone und der Regel „rechts-vor-links“. Diesem Vorschlag der Polizei seien Kreisstraßenverkehrsbehörde und Stadt Kierspe gefolgt, der Spiegel wurde demontiert. Da Spiegel keine Verkehrszeichen im Sinne der Straßenverkehrsordnung sind, ist keine Anordnung der Straßenverkehrsbehörde notwendig.

Doch aufgrund der Nachfragen und Beschwerden wurde das Thema noch einmal in der Verkehrskommission, dessen Mitglieder sich zuletzt am 25. Juli trafen, erörtert – mit dem Ergebnis, dass alle Beteiligten der Meinung sind, dass die Entfernung des Spiegels zu einer deutlich Reduzierung der Geschwindigkeit der Fahrzeuge gesorgt habe, die aus der Lindenstraße kommen.

Ein Hereintasten in auf die Höher Straße sei durchaus möglich. Vonseiten der Stadt Kierspe wurde aber die Situation vor Ort noch einmal unter die Lupe genommen: Verkehrsteilnehmer die auf der Höher Straße fahren, würden sich nicht verkehrsgerecht verhalten und überwiegend auf der Gegenspur diese Einmündung passieren. Was unter anderem am Parkverhalten auf der Höher Straße sowie an der Ausbuchtung im Einmündungsbereich liegen würde.

Das Rechtsfahrgebot, so lautet die Erkenntnis, werde komplett missachtet. Dadurch würden Verkehrsteilnehmer, die aus der Lindenstraße kommen, die Fahrzeuge auf der Höher Straße später sehen. Aus diesem Grund, so lautet der Vorschlag der Verwaltung, soll eine bauliche Lösung erarbeitet und mit der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises abgestimmt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare