Stadt-Bibliothek: Langsam zurück zum Alltag

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Arbeiten unter Corona-Bedingungen: Unter veränderten Vorzeichen geht das Leben auch in der Stadtbibliothek weiter.

Kierspe - So langsam kehrt in der Stadtbibliothek wieder Normalität ein – wenn auch unter veränderten Vorzeichen. Die sind überall sichtbar: Klebestreifen auf dem Fußboden, Tische als Abstandshalter vor der Verbuchungstheke und vor allem Menschen mit Gesichtsmaske.

Dafür gibt es in der Bibliothek eigentlich keine Verpflichtung, reduzierte Besucherzahlen und ein Mindestabstand von 1,50 Meter werden vom Gesetzgeber als ausreichend angesehen. Zusätzlich haben die Mitarbeiterinnen einen Notausgang während der Öffnungszeiten geöffnet, sodass jetzt drei verschiedene Ausgänge zur Verfügung stehen.

Tageszeitung als Virenschutz

Die Benutzer sind erleichtert, dass sie wieder lieb gewordenen Gewohnheiten zu regulären Zeiten nachgehen können. Peter Schuhmacher gehört dazu. Vor allem die Lektüre der Meinerzhagener Zeitung ist dem Stammleser wichtig. Auf die Atemschutzmaske verzichtet er, die ausgebreitete Tageszeitung ist ihm Schutz genug.

Auch Mitarbeiterin Dagmar Henkel und Leserin Gerda Langemann kann nach menschlichem Ermessen nichts passieren. Beide tragen Maske, beide vermeiden jeglichen persönlichen Kontakt – und so halten es auch die anderen Benutzer, die an diesem Vormittag ein- und ausgehen. Inzwischen haben sich die neuen Verhaltensweisen eingeschliffen und werden akzeptiert.

Für die Bibliotheksbenutzer ist das auch eine Frage der Solidarität. „Die Schüler tragen ja auch Masken“, verweist Leserin Olga König auf die Abiturienten, die im Unterricht ebenfalls mehrheitlich Masken tragen – was sie eigentlich auch nicht müssten.

Lieber über die Regelungen hinaus

Aber Mitarbeiterin und Leserinnen halten die gegenwärtigen Bestimmungen für widersprüchlich und so gehen sie freiwillig über die angeordneten Regelungen hinaus. Ihnen sei es vor allem wichtig, dass die Stadtbibliothek überhaupt wieder geöffnet ist.

Sich mit neuem Lesestoff eindecken, neue Anregungen erhalten, Abwechslung vom täglichen Einerlei in den eigenen vier Wänden – darum geht es allen, die an diesem Vormittag in die Bibliothek im Gesamtschulgebäude kommen. Vom Andrang, der sonst in den Pausen hier herrscht, ist vorerst aber nichts zu spüren.

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