Stadt wird vielleicht bald radfahrerfreundlich

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Jürgen Rothstein, Theo Hermann und Jens-Peter Lück sind sich einig, dass in Kierspe etwas passieren muss, um die Stadt fahrradfahrerfreundlicher zu machen. Wie hier am Haunerbusch fehlen Radwege und bilden parkende Autos gefährliche Hindernisse. ▪

KIERSPE ▪ „Radfahren ist in Kierspe nicht nur beschwerlich, sondern häufig auch lebensgefährlich“, betonen von der FDP Jürgen Rothstein, Theo Hermann und Jens-Peter Lück. Radwege seien nicht vorhanden und parkende Autos zwängen Radfahrer auch noch in die Straßenmitte. Gerade einmal Ortskundige könnten noch auf kleinere Wohnstraßen ausweichen.

Die drei bedauern außerdem, dass der Volmetalradweg wie auch der neue Bahnanschluss Besucher an der Stadt vorbeileiten. „Holen wir sie hinein“, regen sie an und formulieren aus dem Grund zusammen mit Fraktionschef Armin Jung einen Antrag an den Rat.

Der möge die Verwaltung beauftragen, das Stadtgebiet zu untersuchen, an welchen Stellen mit einfachen Mitteln ein möglichst durchgängiges Radwegenetz herzustellen ist. Radfahrenverhindernde Schilder seien weitestgehend zu enfernen und wo nötitig durch kombinierte Fußweg-Radweg-Schilder zu ersetzen sowie außerdem Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen zu öffnen. Als erster Schritt soll nach ihren Vorstellungen ein durchgängiger Radweg vom Bahnhof und künftigen Volmetalradweg aus über das Gesamtschulgelände bis ins Kerspetal angelegt weden. Erforderliche Mittel seien in den Haushalt 2013 einzustellen. Kierspe soll von einer radfahrerfeindlichen zu einer radfahrerfreundlichen Stadt werden.

Dass ein separates Radwegenetz unrealistisch sei, wird allerdings eingeräumt, doch gebe es in anderen Städten wie Köln und Aachen oder auch in der Bodenseeregion das niederländische Modell, wo einfach Radwege durch Markierungen von der Fahrbahn abgetrennt werden und Mittellinien entfallen. „Dadurch wird ein sicherer Radweg geschaffen, andererseits aber auch die Fahrbahnbreite optisch so weit verkleinert, dass automatisch insgesamt langsamer gefahren wird“, betonen Rothstein, Hermman und Lück. Begegnungsverkehr sei immer möglich, da die Radwege mitbenutzt werden könnten. Ein Vorteil eregebe sich nicht nur für die Radfahrer, sondern auch die Autofahrer, da der Verkehr flüssiger werde. ▪ rh

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