Stadt will mit Projekt Landschaft erblühen lassen

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Imkervereinsvorsitzender Klaus Loskand warb im Fachausschuss für das Projekt.

KIERSPE - Die Stadt beteiligt sich an dem Projekt „Blühendes Band durch unser Land“ des Landesverbandes westfälisch-lippischer Imker. Das beschloss der Umwelt- und Bauausschuss am Dienstag in einem einstimmigen Votum. Ziel ist, durch die Anpflanzung heimischer Pflanzen eine deutliche Verbesserung der Nahrungsgrundlage für Insekten und Wildtiere sowie zudem eine Verschönerung des Stadtbildes durch blühende Pflanzen zu erreichen.

Von Rolf Haase

Beantragt worden war die Teilnahme von der SPD, doch schlossen sich alle Fraktionen dieser Initiative an und bedauerten nur, nicht selbst den Antrag gestellt zu haben. Zum einen will die Kommune nach geeigneten eigenen Flächen suchen, die dann in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt werden sollen, zum anderen sollen aber auch die Bürger zum Mitmachen gewonnen werden. Bei der Anlage von Wildblumenwiesen wolle die Verwaltung gerne beratend tätig werden, kündigte Ordnungsamtsleiter Wolfgang Plate an.

Deutlich gemacht wurde nochmals, dass Experten aus dem Bereich des Umwelt- und Naturschutzes es für ganz wichtig halten, die Landschaft mehr zum Blühen zu bringen, um den Veränderungen der Kulturlandschaft verstärkt hin zu Monokulturen etwas entgegenzusetzen. Monokulturen gebe es in der heimischen Region sicher nicht, stellte Landwirt Dieter Grafe (UWG) jedoch klar und wandete sich entschieden gegen diese Darstellung, die aber eigentlich nur die Gesamtentwicklung im Land beschreiben solle, wie Wolfgang Plate geraderückte.

Kritisiert wurde von den Kommunalpolitikern zudem, dass die Stadt Schwierigkeiten sehe, geeignete Flächen zu finden. Einzig der Volme-Freizeit-Park wurde konkret genannt. Eingangs hatte vom heimischen Imkerverein der Vorsitzende Klaus Loskand Stellung genommen und Vorschläge wie Schulhöfe oder auch Kindergärten gemacht.

Zudem empfahl er, es zunächst mit einer Versuchsfläche zu probieren, da das A und O bei der Anlage eine sach- und fachgerechte Flächenvorbereitung und Auswahl des Saatgutes sei. „Wird mehrjähriges Saatgut genommen, fallen bis auf einmaliges Mähen im Jahr praktisch keine Folgekosten an“, so Loskand. Er sieht das Projekt als eine Möglichkeit, wie die Welt, die insgesamt in Kierspe zwar sicher wirklich noch weitgehend in Ordnung sei, vielleicht noch ein bisschen bunter und vielfältiger werden könne.

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