Stadt verkauft Bürgerhaus an interessierte Familie

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Olaf Stelse informiert über das Gutachten zum Sanierungsbedarf im und am Bürgerhaus und den jetzt vom Rat beschlossenen Verkauf. ▪

KIERSPE ▪ Die Stadt verkauft das Bürgerhaus an der Höherstraße oder das, was davon übriggeblieben ist. Wenn überhaupt galt ohnehin besonders die alte Jugendherberge mit ihrem gemauerten Bruchsteinsockel als erhaltenswert. Mit dem Komplex, zu dem außerdem die TVK-Turnhalle gehörte, verbinden die Bürger viele Erinnerungen.

Im Februar war die schon einige Zeit leerstehende und einsturzgefährdete Halle abgerissen worden, so dass nur noch der Gebäudeteil stand, um den es am Dienstag im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung ging. Es wurde mehrheitlich grünes Licht gegeben, die Immobilie für 105 000 Euro an einen Interessenten abzugeben, der diese mit viel Eigenleistung sanieren und in mehrere Wohnungen umbauen will.

Abriss kann auf diese

Weise vermieden werden

Bei dem Investor handelt es sich um eine Familie, der die Erhaltung des traditionsreichen Objektes ein Anliegen ist und die den drohenden Abriss verhindern will. Ohnehin war von ihr eine Anlagemöglichkeit für die Zukunft gesucht worden. Inhalt der bisherigen Verhandlungen zwischen Interessenten und Kommune ist zudem die Erhaltung des vorhandenen Weges über das insgesamt 1250 Quadratmeter große Grundstück, vor allem als Schulweg, sowie ebenfalls der charakteristischen Kastanienallee. Diese soll vom neuen Eigentümer gepflegt werden, während die Stadt für den Weg verantwortlich zeichnet. Auch soll der Kaninchenzuchtverein weiterhin die Möglichkeit bekommen, hier seine Treffen abzuhalten.

Ein Gutachten, das vorab in Auftrag gegeben worden war, belegte, dass die Sanierung des Gebäudes die Kommune 260 000 Euro kosten würde. Wie der städtische Beigeordnete und Kämmerer Olaf Stelse erläutert, eine Summe, die durch Mieteinnahmen nicht so schnell zurückfließen würde. Er zeigt sich überzeugt, dass ein positives Ergebnis erzielt wurde, da das Haus erhalten wird, was der Stadt sonst nicht so leicht gelungen wäre. Aussenfassade, hintere Wand, komplett neue elektrische Leitungen und Fenster, bei der alten Jugendherberge stehen erst einmal diverse Arbeiten an. Doch ein privater Investor, der Eigenleistung miteinbringen könne, habe da ganz andere Möglichkeiten, so Stelse weiter.

Eine Nutzung für die U3-Betreuung des benachbarten Awo-Kindergartens war bereits frühzeitig ausgeschieden, weil sich dies nicht wirtschaftlich darstellen ließ nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Förderung für Neubau- und Umbaumaßnahmen, so dass dort nun ein Anbau errichtet wird.

Nach dem Ratsbeschluss kann jetzt der Vertrag ausgearbeitet werden. ▪ rh

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