Stadt spart mit moderner LED-Technik Stromkosten

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Die alten Leuchten sind mit den Jahren stark verschmutzt und zum Teil auch undicht. Außerdem verbrauchen die Lampen deutlich mehr Strom als die neuen. J

KIERSPE ▪ Rechtzeitig, um auch in diesem Winter noch viel Geld zu sparen, werden derzeit die Straßenlampen rund ums Rathaus ausgewechselt – oder zumindest der obere Teil der Lampen. Später soll auch noch die Beleuchtung an vier Kiersper Straßen ausgetauscht werden. Dann sorgt moderne LED-Beleuchtung nicht nur für gute Sicht, sondern langfristig auch für einen deutlich geringeren Stromverbrauch.

Quecksilberdampflampen, kurz HQL-Lampen genannt, waren, als die Beleuchtung am Rathausuumfeld aber auch an der Bachstraße, In der Helle, Im Schlote und an der Osemundstraße installiert wurden, das Leuchtmittel der Wahl. Doch mittlerweile sind diese Lampen nicht nur überholt, sie stehen auch kurz davor, verboten zu werden. Denn bereits nach wenigen Jahren verlieren die Lampen deutlich an Leuchtkraft, der Verbrauch bleibt aber gleich. „Das hat für uns bedeutet, dass wir die Lampen alle zwei bis drei Jahre von einer Fachfirma austauschen lassen mussten“, erklärt Karsten Seil, Leiter des Sachgebietes Tiefbau.

Damit soll aber nun bald Schluss sein. Denn die neuen LED-Leuchten, die auf den alten Masten ihren Platz finden, verbrauchen nicht nur deutlich weniger Strom, sie sollen auch eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahre haben.

Allerdings haben auch die neuen Lampen ihren Preis. So wird die Erneuerung im Rathausumfeld rund 33 000 Euro kosten. Für die Lampen an den vier Straßen werden 48 5000 Euro zu bezahlen sein. Wobei die Stadt bei der Begleichung der Rechnung nicht alleine ist. Denn 40 Prozent der Summe übernimmt das Bundesumweltministerium, für das solche Maßnahmen unter die „Förderung von Klimaschutzprojekten“ fallen.

Letztlich war es auch die Aussicht auf diese Förderung und die Chance, langfristig deutlich zu sparen, die dazu beitrugen, dass sich die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses im Frühjahr dazu entschlossen, für die Maßnahme zu stimmen.

Die Lampen rund ums Rathaus werden in Zukunft 75 Prozent weniger Strom verbrauchen, bei den Lampen an den vier Straßen sind es sogar 81 Prozent. So schlugen die Straßenlampen bislang mit 250 Watt zu Buche, in Zukunft werden es nur noch 56 Watt sein. Weiteres Potential steckt in der Steuertechnik, die bei den alten Lampen auch deutlich mehr Strom „gezogen“ hat.

So werden sich die Lampen an den vier Straßen in sechs Jahren „bezahlt haben“, bei der Beleuchtung am Rathausumfeld dauert es rund zehn Jahre.

Den Austausch der Lampen nehmen die Firmen vor, die sich bislang um die Wartung gekümmert haben. Wobei sowohl „Leber und Winter“ als auch Eichhoff in Zukunft mit der Wartung deutlich weniger zu tun haben werden.

„Auf die Helligkeit wird die neue Technik keinen Einfluss haben, die bleibt, wie sie war“, erklärt Seil, der auf Dauer gerne alle Quecksilberdampflampen im Stadtgebiet austauschen lassen möchte. Zum Glück sind dies nicht mehr allzu viele, da in den meisten Wohngebieten Kompaktleuchtstofflampen für die Beleuchtung sorgen. „Diese sind bereits sehr energiesparend, so dass sich ein Austausch dort überhaupt nicht rechnen würde“, erklärt der Sachgebietsleiter. Bei diesen Lampen würde die Einsparung bei einem Tausch gegen LED-Lampen lediglich zehn Prozent betragen.

Von Johannes Becker

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