Gesamtschule: Neue Tische, Stühle und Trennwände für die Mensa

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Stefan Wilczewski vor „seinem“ Mensa-Bereich der Gesamtschule. In Zukunft will der Verein, dessen Vorsitzender er ist, neue Stühle, Tische und Trennwände anschaffen.

Kierspe - Das Mittagessen in der Mensa der Gesamtschule kostet 3 Euro – 45.000 Euro sollen nun ausgegeben werden, damit es in Zukunft noch besser schmeckt.

Dafür werden jedoch keine neuen Öfen oder Gewürze gekauft. Vielmehr sind Tische, Stühle und Trennwände gewünscht, damit die Mahlzeit hygienischer, in angenehmerer Atmosphäre und bei mehr Ruhe eingenommen werden kann.

Damit das Essen zum Genuss wird, ist eine entsprechende Umgebung unerlässlich. Und trotz des guten Erfolgs, den der Mensa-Verein mit seinem Angebot hat – mittags werden 250 bis 400 Gäste empfangen –, soll nun viel Geld in den Umbau investiert werden, damit das Ambiente auch in Zukunft noch stimmt. „Die Tische und Stühle sind fast so alt wie die Schule selbst. Viele der Tische sind beschädigt und damit schlecht zu reinigen und die Stühle haben auch unter der Beanspruchung gelitten“, erklärt Stefan Wilczewski, Vorsitzender des Mensa-Vereins.

Kühlzellen erleichtern das Lagern von Lebensmitteln bei unterschiedlichen Temperaturen.

Er weist aber auch auf die Trennwände hin, die bei Berührung scheppern und deren umgebogene Kanten ein Verletzungsrisiko darstellen und er zeigt die dunklen Bereiche, in denen die jungen Kunden ihr Geschirr zurückgeben und in denen sie am Kiosk anstehen.

45.000 Euro aus dem Etat der Stadt sollen in naher Zukunft genutzt werden, um neue Tische und Stühle anzuschaffen und die Trennwände zu ersetzen. Diese sollen zukünftig aus bruchsicherem Glas bestehen und so einen freien Blick ermöglichen.

Alt, beschädigt und unhygienisch: die Tische, die derzeit noch dort stehen, wo Schüler ihre Mahlzeiten einnehmen.

Darüber hinaus soll die Beleuchtung ausgetauscht und so angebracht werden, dass auch die Bereiche, die derzeit recht dunkel sind, in Zukunft auch ausgeleuchtet werden. Zum Einsatz sollen dann LED-Leuchten kommen. Von unten angestrahlt werden zukünftig auch die Säulen im Mensa-Bereich. Wilczewski: „Am liebsten würden wir die Säulen mit Glas verkleiden und von hinten beleuchten. Da das jedoch deutlich teurer wäre, ist nicht klar, ob wir diese Idee umsetzen können.“

Der Mensa-Verein hat aber noch deutlich mehr vor. Sollte die Stadt entsprechende Mittel zur Verfügung stellen, sollen in den kommenden beiden Jahren auch die Geländer vor der Ausgabe mit bruchsicherem Glas verkleidet und der gesamte Bereich mit Glaswänden vom umgebenden Raum abgetrennt werden, um die Schüler auf ihrem Weg zum warmen Essen zu leiten und vor Lärm zu schützen.

Darüber hinaus möchte der Verein gerne die Innenwand des Blauen Salons durch Glas ersetzen, damit noch mehr Licht einfällt und der Bereich – wenn er nicht als Konferenzraum für kleinere Gruppen benötigt wird – in den Mensa-Betrieb einbezogen werden kann.

Gefährliche Kanten und unangenehme Geräusche bei Berührung: die Trennwände in der Mensa.

Wilczewski möchte jedoch den Eindruck vermeiden, dass es einen Sanierungsstau in der Mensa gebe. So sei erst vor Kurzem ein Konvektomat zum Backen und Garen angeschafft worden, außerdem habe man zwei große Kühlzellen gekauft und einbauen lassen, um Lebensmittel bei unterschiedlichen Temperaturen lagern zu können. Auch sei an der Ausgabe ein neuer sogenannter Spuckschutz installiert worden.

Letztlich seien solche Investitionen aber unvermeidlich, um den Erfolg der Mensa nicht zu gefährden. Diesen führt der Vereinsvorsitzende auch darauf zurück, dass man sehr stark auf die frische Zubereitung der Mahlzeiten setze. So backe man beispielsweise die Brötchen nicht nur selbst, auch der Teig werde in der Küche hergestellt. Auch bei den Mittags-Menüs verzichte man auf einen Caterer. Stattdessen kochen Mitarbeiter des Mensavereins – in der Frühstückspause stehen engagierte Eltern hinter der Theke.

So viel Einsatz hat seinen Preis. 3 Euro müssen die Schüler für ein Mittagessen bezahlen, für Lehrer kostet die Mahlzeit 3,50 Euro. Wilczewski: „Der Preis für das Essen der Schüler müsste um 50 Cent steigen, wenn wir nicht jedes Jahr einen Zuschuss von 35.000 Euro von der Stadt bekommen würden.“

Weitere Einnahmen kommen aus dem Beitrag der rund 300 Mitglieder des Vereins und dem Verkauf von Süßigkeiten und Getränken am Kiosk. Wobei der Vorsitzende betont, dass sich dieser Handel in Grenzen halte, weil gar nicht so viele Süßigkeiten gekauft würden und Wasser in einem speziellen Spender kostenlos für die Besucher zur Verfügung stehe.

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