Stadt reduziert den Energieverbrauch

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Stadttechniker Hartwig Benne zeigte bei der Vorstellung des aktuellen Energie- und Umweltberichtes, wie positiv sich der Einbau neuer Fenster an der Gesamtschule auf die Wärmeverluste ausgewirkt hat.

KIERSPE ▪ Dass es die größten Investitionen im Bereich der Energieeinsparungsmaßnahmen im Schul- und Sportzentrum mit der Gesamtschule, der Schanhollenschule und den beiden Turnhallen gegeben hat, machte Stadttechniker Hartwig Benne im Umwelt- und Bauausschuss am Dienstag deutlich, als er den neuen Energie- und Umweltbericht vorstellte.

So konnte der Wärmeverbrauch von 4.357.931 Kilowattstunden in 1993 auf 1.551.500 in 2011 gesenkt werden, wie er zeigte. Allein im Vorjahr sind es noch 2 176 700 Kilowattstunden gewesen. Das hat sich auch auf der Kostenseite bemerkbar gemacht, wo die Ausgaben sich von 179.941,97 Euro in 2010 auf 112.398,88 in 2011 reduzierten.

Die positiven Resultate sind ebenfalls beim Stromverbrauch erkennbar, wie Benne, der für seine erfolgreiche Bilanz Applaus erhielt, informierte: So senkte sich der Verbrauch von 1.126.769 Kilowattstunden in 1993 und einem Spitzenwert von sogar 1.156.844 in 2001 auf 446.228 Kilowattstunden in 2010. Die Kosten verringerten sich in dieser Zeit auf weniger als die Hälfte von 197.508,56 Euro in 1993 auf 74.539,39 Euro in 2010. Möglich war das vor allem durch laufende Modernisierungen an der Technik und an den Gebäuden, unter anderem auch durch das seit drei Jahren in Betrieb befindliche Blockheizkraftwerk, das von 2009 bis 2011 151.230 Kilowattstunden Wärme erzeugte und 173.674 Kilowattstunden Strom, wie Benne aufmerksam machte. „Wir hätten in dieser Zeit sonst 827.020 Kilowattstunden Strom für 173.674,20 Euro einkaufen müssen und 1.720.085 Kilowattstunden Wärme für 151.230,41 Euro“, bilanzierte er. Ausgaben und Einnahmen inklusive der Anschaffung des Blockheizkraftwerks summiert ergibt sich jetzt schon ein Überschuss von 37.419,13 Euro.

Im gleichen Zeitraum wurden bei der Wärme 432 Tonnen Kohlendioxid und beim Strom 447 Tonnen eingespart, also zusammen 879 Tonnen. Mit Erzeugung durch das Blockheizkraftwerk konnte der Wärmeverbrauch seit 1993 um 64 Prozent und der Stromverbrauch um 52 Prozent reduziert werden.

Als eine der nächsten Maßnahmen soll jetzt in eine neue Wärmehauptverteilung für das Schul- und Sportzentrum investiert werden, wo vor allem die alten Übergabepunkte marode sind. Geplant ist ein neuer Ringverteiler, wobei eine Kooperation mit den Stadtwerken als Wärmeerzeuger angestrebt wird. Vorgesehen sind zudem weitere Maßnahmen im Bereich der Optimierung der Beleuchtung. Außerdem zeigte der Stadttechniker am Beispiel der Gesamtschule anhand von Wärmebildaufnahmen, wie groß der Effekt durch den Einbau neuer Fenster an den Gebäuden ist, wodurch es dann viel weniger Wärmeverluste gibt.

Anschließend riss er kurz auch noch die Zahlen und Maßnahmen im Bereich der anderen Schulen und städtischen Gebäude an. Sehr gute Ergebnisse, so Hartwig Benne, brächte ebenfalls die sukzessive Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. ▪ Rolf Haase

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