Stadt lässt Schnee vorsorglich abtragen

Schon im Februar dieses Jahres mussten Flachdächer von der Schneelast befreit werden. Archivfoto: Haase

KIERSPE ▪ Rechtzeitig vor dem Einsetzen des Tauwetters und damit vor der deutlichen Steigerung des Gewichtes der Schneelast hat die Stadt zahlreiche Gebäude mit Flachdächern von der teilweise bis zu 70 Zentimeter starken weißen Decke befreien lassen.

„Vor allem die kleineren Gebäude wurden in den vergangenen Tagen geräumt“, so Peter Haramiorz vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. Zu diesen gehören nach seinen Angaben der Pavillon hinter der Pestalozzischule, das Gemeindehaus Felderhof samt Kindergarten, das Jugendzentrum an der Fritz-Linde-Straße, die kleine Sporthalle am Felderhof und die Turnhalle der Bismarckgrundschule. „Notwendig war die Räumung vor allem dort, wo durch Verwehungen die Schneelast deutlich zugenommen hatte“, so Haramiorz.

Das war auch der Grund, warum die beauftragten Firmen zur Gesamtschule ausrücken mussten, um dort von einem Teil des Daches Schnee abzutragen. Nach Angaben des Verwaltungs-Mitarbeiters musste die neue Turnhalle nicht geräumt werden: „Dort bleibt der Schnee nicht so gut liegen. Und durch die Photovoltaikanlage auf der Südseite haben wir noch weniger Probleme mit der Last auf dem Dach. Haramiorz betonte aber gegenüber der Meinerzhagener Zeitung, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Stabilität der Gebäude bestanden habe. „Wir kennen die zulässige Belastung genau, außerdem haben wir ständig Kontakt zu einem Statiker, der die Situation nicht nur einschätzen sondern auch berechnen kann.“

Geräumt wurden die Dächer im Eigentum der Stadt von Firmen aus der Region. „Wir haben dafür keine eigenen Kräfte. Außerdem haben die Mitarbeiter des Bauhofes mehr als genug mit dem Winterdienst zu tun“, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Auch die Firmen im Stadtgebiet werden wohl Betriebe anfordern müssen, wenn sie ihre Dächer räumen – oder die eigenen Mitarbeiter aufs Dach schicken, denn die Feuerwehr darf nur in Gefahrensituationen solche Aufgaben übernehmen. „Wir hatten etliche Anfragen, die wir aber alle ablehnen müssen“, so Wehrleiter Georg Würth, nach dessen Kenntnis viele Kiersper Unternehmen in die Stabilität ihrer Hallendächer investiert hätten, damit es nicht erneut zu Produktionsausfällen komme, wie das im vergangenen Winter an etlichen Tagen der Fall gewesen sei. ▪ jobek

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