Ausschussmitglied fordert Schritte gegen Straßen.NRW

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Horst Becker und Jörg Hermann Fischer bezweifeln, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW am Montag die fehlende Standfestigkeit der Ahornbäume an der B 237 festgestellt hat und schon für den nächsten Tag ein Unternehmen beauftragte, die Bäume an der Rönsahler Ortsdurchfahrt zu fällen.

Kierspe - „Das ist der Hammer!“, meinte Horst Becker, sachkundiger Bürger für die CDU. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat quasi in einer Nacht- und Nebel-Aktion acht Ahornbäume an der B 237 in Rönsahl gefällt – mit der Begründung, dass die Standfestigkeit nicht mehr gegeben sei.

Acht Bäume, so machte Becker im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung, deutlich, die durch die Kiersper Baumschutzsatzung geschützt seien. Die Fällaktion sei nicht mit der Stadt abgesprochen gewesen. „Und nun ist die Allee so gut wie zerstört“, entrüstete sich Becker, „das geht gar nicht!“ Er forderte, Schritte gegen den Landesbetrieb einzuleiten. Für den Christdemokraten ist es ganz normal, wenn von einem Baum mal ein Ast herunterfällt – aber dann gleich die Standfestigkeit in Zweifel zu ziehen? Zudem bezweifelte nicht nur Horst Becker, dass eine Verwaltung innerhalb von zwei Tagen die Feststellung der Standfestigkeit von Bäumen trifft und diese gleich beseitigt. 

Vorausgegangen war, dass man am Montag zwei Personen bei den Ahornbäumen gesehen hatte. Am Dienstag rückte dann ein Unternehmen mit schwerem Gerät – Harvester, großer Häcksler, et cetera – zur B 237 an und fällte die Bäume. „Die waren weg, bevor man aufgestanden ist“, empörte sich Becker. CDU-Ratsherr Jörg Hermann Fischer, ebenfalls Mitglied im Ausschuss und in der Baumschutzgruppe, ist als Anlieger direkt betroffen, und hatte die Aktion selbst miterlebt und bei Nachfragen bei den Mitarbeitern des Landesbetriebs recht lapidare Antworten erhalten. 

„Und man muss berücksichtigen, wir befinden uns in der Vorbereitung auf den Landeswettbewerb“, machte Horst Becker deutlich, dass man die Jury (von Unser Dorf hat Zukunft) nun nicht mehr dorthin führen könne. Letztlich entschied man sich im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung, Christian Reppel, den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt und Bauen, zu bitten, das Thema auf die nächste Sitzung des Gremiums am 19. September als ordentlichen Punkt nachträglich auf die Tagesordnung zu setzen. Denn die Einladung für die Sitzung ds Umwelt- und Bauausschusses ist bereits erstellt und jetzt herausgegangen.

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