„Tu' was“-Katalog soll Ehrenamt stärken

Rita Kattwinkel und Kierspes Bürgermeister Frank Emde präsentieren den druckfrischen „Tu’ was“-Katalog, mit dem jeder interessierte Bürger die passende Ehrenamtstätigkeit finden kann. Foto: Meyer

Kierspe - Die Arbeit in Vereinen und sozialen Einrichtungen lastet oft auf wenigen Schultern. Dabei sind im Zuge des demografischen Wandels immer mehr Menschen auf Hilfe von anderen angewiesen. Doch oft wissen viele überhaupt nicht, wo und wie sie helfen können. Deshalb hat die Stadt Kierspe nun den „Tu’ was“-Katalog zusammengestellt, in dem die unterschiedlichen ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Stadt und direkte Ansprechpartner dazu vorgestellt werden.

„Gerade im ländlichen Raum steckt im Ehrenamt viel Zukunftspotential. Wir wollen die Bürger ansprechen, sich für andere Menschen einzusetzen“, betont Kierspes Bürgermeister Frank Emde. Erst das bürgerschaftliche Engagement macht eine Stadt stark – so lautet das Fazit, das Emde und seine Mitarbeiter aus der Beschäftigung mit dem Folgen des demografischen Wandels ziehen können. Dem kann auch Rita Kattwinkel nur zustimmen. Die ehemalige Sachgebietsleiterin hat sich lange Zeit mit diesem Thema beschäftigt. „Es ist wichtig, dass wir das Ehrenamt wieder stärker ins Gespräch bringen“, sagt sie.

Früher haben sich Hilfseinrichtungen auf Freiwilligenbörsen um Helfer bemühen müssen. Rita Kattwinkel ist nun einen anderen Weg gegangen – sie hat an alle Vereine und sozialen Einrichtungen Fragebögen geschickt, um das Ehrenamt in der Stadt transparenter machen zu können. „Kaum einer weiß wirklich, was in diesem Bereich passiert und wo man helfen kann“, stellte die frühere städtische Mitarbeiterin fest. Die Ergebnisse hat sie in dem „Tu’ was“-Katalog zusammengetragen.

Für interessierte Bürger gibt es nun die Möglichkeit, sich über eine passende ehrenamtliche Stelle zu informieren. Kattwinkel: „Manche haben Angst vor einer langen Verpflichtung im Ehrenamt. Es hat sich aber zeigt, dass es auch anders gehen kann und oft schon einfache Hilfsleistungen gebraucht werden.“ Der Katalog gibt Auskunft darüber, wie viel Zeit potentielle Ehrenamtler aufwenden müssen und welche Anfordrungen an sie gestellt werden. „Wir wollen auch auf die kleinen Sachen hinweisen, so dass jeder fündig wird“, erklärt die frühere Verwaltungsmitarbeiterin.

Viele soziale Bereiche würden heute ohne den tagtäglichen Einsatz der Arbeitskraft der vielen Menschen im Ehrenamt nicht mehr existieren. Mit dem Katalog habe jeder nun einen konkreten Ansatz, um zu helfen, so Emde. Das Ziel ist es, das Engagement in der Stadt auszuweiten und so die Einrichtungen zu stärken. „Ich möchte mich bei allen Ehrenamtlern bedanken. Sie machen unsere Stadt lebenswerter“, sagt der Bürgermeister und appelliert dabei an die Vereine und auch an interessierte Bürger, den Katalog in die Hand zu nehmen. Erhältlich ist dieser als Druckversion an der Rezeption im Rathaus sowie bei Monika Land als Ansprechpartnerin bei der Stadt. Sie ist telefonisch unter 0 23 59 / 66 11 62 oder per E-Mail an m.land@kierspe.de zu erreichen. Auch online werden Interessierte fündig. Unter http://www.kierspe.de/de/downloads/freizeit-tourismus/Ehrenamtskatalog_TU_WAS.pdf gibt es eine digitale Version des Katalogs zum Herunterladen. - Martin Meyer

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