Weg soll barrierefrei werden

Stadt Kierspe investiert 46.000 Euro in neue Rathaustreppe

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Das Umfeld des Rathauses bereitet Älteren und Menschen mit Einschränkungen oft Probleme. Im Zuge der Sanierung der kompletten Treppenanlage des Verwaltungsgebäudes soll auch der schmale Weg zu den Stadtwerken barrierefrei werden.

Kierspe - Dem Rathausumfeld ein neues Gesicht geben ist ein großes Ziel, dass die Stadtverwaltung in den nächsten Jahren verfolgen möchte. Ein kleiner Schritt dahin soll nun in den kommenden Wochen in Angriff genommen werden. Rund 46.000 Euro hat Kämmerer Olaf Stelse für die Sanierung der alten, grauen Treppe am Haupteingang seines Arbeitsplatzes am Springerweg eingeplant.

Die in die Jahre gekommenen Stufen sollen komplett neu aufgebaut werden, sagt Stelse auf Anfrage der MZ. Einen genauen Startpunkt für die Sanierungsmaßnahme konnte er noch nicht nennen, aber er rechnet damit, dass der erste Bautrupp in den kommenden Wochen seine Arbeit aufnehmen wird.

Die Erneuerung der Treppe fällt zwar in den Bereich „allgemeine Sanierungen“, aber in dessen Zuge soll auch etwas in Sachen Barrierefreiheit im Rathausumfeld passieren. Rückblick: Bereits vor zehn Jahren hat sich der Seniorenbeirat der Stadt mit diesem Thema im Stadtgebiet beschäftigt.

Und bei einer Inaugenscheinnahme der Flächen und Wege rund um das Verwaltungsgebäude Ende Oktober 2016, die nach einem Antrag von Peter Christian Schröder (FWG), Ralf Ullrich (SPD) und den beiden Beiratsmitglieder des Awo-Seniorenzentrums Doris Fittig und Jürgen Grzelka, durchgeführt wurde, wurde der Politik und Verwaltung die Problematik noch einmal vor Augen geführt.

Der Rundgang der Politiker führte damals vom Rathausvorplatz über den Glockenweg, an der katholischen Kirche und am Kindergarten vorbei und zurück. Dabei fielen einige Stellen ins Auge, an denen der Handlungsbedarf in Sachen Barrierefreiheit deutlich wird. Unebenes Kopfsteinpflaster, zu hohe Bordsteine und steile Rampen – mit Hilfe eines zur Verfügung gestellten Rollstuhls konnten die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren, vor welche Schwierigkeiten Menschen mit Einschränkungen in diesen Bereichen gestellt werden.

Das es problematische Ecken im Stadtgebiet gibt, das sah damals auch der Kämmerer ein. „Die Situation ist uns bewusst. Die Verwaltung ist sensibilisiert“, sagte Stelse damals. Zusätzlich soll deshalb auch der schmale Weg vor der Treppe, der vom Eingang des Rathauses zu den Stadtwerken führt, von Stolperfallen befreit werden. Stelse: „Das kleinteilige Kopfsteinpflaster soll durch eine glatte Oberfläche ersetzt werden. So soll der Untergrund wieder ordentlich begehbar werden.“

Sukzessive sollen die Punkte, die im Bereich rund um das Rathaus einen Zugang für Ältere und Menschen mit Einschränkungen erschweren können, in den kommenden Jahren abgebaut werden, so der Kämmerer. „Wir haben diese Anforderungen im Blick.“ So solle auch eine Spalte zwischen der Rathauswand und der Rollstuhlrampe am Frontportal geschlossen werden. Um diese Gefahrenquelle zu beseitigen, sei ein zusätzlicher Auftrag an einen Metallbauer vergeben worden.

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