Kölner Straße soll herausgeputzt werden

Die ehemalige Einkaufsmeile Kölner Straße in Kierspe-Bahnhof soll im Zuge des städtischen Fassadenprogramms aufgewertet werden. Gebäudeeigentümer und Mieter können Fördermittel zur Sanierung beantragen. Foto: Meyer

Kierspe - Der erste Eindruck ist wichtig – Häuserfassaden prägen das Erscheinungsbild und bestimmen den ersten Eindruck einer Stadt. Helle Farben und saubere Fronten können bereits im unmittelbaren Wohnumfeld das Lebensgefühl der Anwohner positiv beeinflussen und die Wirtschaftskraft stärken. Die Stadt Kierspe möchte mit einem Fassadenprogramm die Eigentümer und Mieter dabei unterstützen, den Stadtteil Bahnhof attraktiv zu gestalten.

Von Martin Meyer

Im Rahmen des Regionale-Projektes „Oben an der Volme“ ist die Vitalisierung der Kölner Straße ein wesentliches Ziel der Stadtplaner. Das Zentrum und die dortige Wirtschaftskraft sollen gestärkt werden. Die Anwohner sollen sich wieder mit ihrem Stadtteil identifizieren. Das Image von Kierspe-Bahnhof soll in der Stadt und in der Region gestärkt werden. Hierzu hat der Ausschuss Umwelt und Bauen Mitte Mai ein Programm initiiert, mit dem die Aufwertung der ehemaligen Einkaufsmeile auf den Weg gebracht werden soll. Eigentümer erhalten bis 31. Dezember 2016 in Form eines nicht zurückzuzahlenden Zuschusses finanzielle Hilfe durch die Stadt und eine eingehende Beratung durch beauftragte Architekten. Das Gesamtbudget der Fördermaßnahme beträgt 390 000 Euro. Der städtische Förderanteil liegt dabei bei 117 000 Euro. Die Restfinanzierung erfolgt über Mittel des Landes und Bundes. Drei Anträge auf Zuschussmittel sind bereits bei der Stadt eingegangen.

Doch an die Förderung sind bestimmte Bedingungen geknüpft, über die die Anwohner und Gebäudeeigentümer in Form eines Anschreibens der Stadtverwaltung informiert wurden. Grundsätzlich seien laut der Stadt alle Gebäude, die sich im sogenannten Geltungsbereich befinden und deren Gestaltung zu einer nachhaltigen Verbesserung des Umfeldes beitragen, förderungsfähig. Der eingegrenzte Bereich fasst 51 Hausnummern. Durch eine Stadtbildanalyse, die ein beauftragtes Architekturbüro durchgeführt hat, ist der Aufwertungsbedarf der einzelnen Gebäude auf der Kölner Straße festgelegt worden. Dabei können aber nur geplante private Fassaden- oder Frei- und Gartenflächenaufwertungen gefördert werden, die dem öffentlichen Raum zugewandt sind, deren Sanierungsmaßnahme ästhetischen Ansprüchen und der ursprünglichen architektonischen Form entsprechen sowie deren Erhalt aus historischen und stadtbildprägenden Gründen sinnvoll sind. Zudem bestünde, so die Stadt, kein Anspruch auf Förderung. Über die Freigabe der Mittel aus dem Programm entscheide eine Arbeitsgruppe des Ausschusses Umwelt und Bauen.

Mit der geförderten Aufwertung ihrer Gebäude binden sich die Eigentümer an Auflagen. Werden die Gelder in Anspruch genommen, so muss der geförderte Zustand mindestens zehn Jahre instand gehalten werden sowie die Immobilie langfristig genutzt und Leerstand verhindert werden. Zudem müssen sich die Antragsteller an den finanziell an der Sanierung beteiligen. Gewährt werden Förderungen, die maximal die Hälfte der Kosten decken – der maximale Zuschuss beträgt 30 Euro pro Quadratmeter. Mit der Förderung durch das Programm soll die Investition von privatem Kapital zur Aufwertung des Stadtteils angeregt werden.

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