Stadt investiert weiter in Brandschutz der Schule

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Hartwig Benne verkabelt die Netzwerkverbindungen für die Arbeitsplätze im naturwissenschaftlichen Bereich. ▪

KIERSPE ▪ 1996 kam es zu einem verheerenden Brand am Flughafen in Düsseldorf, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen. In der Folge wurde der Brandschutz in Nordrhein-Westfalen massiv verschärft. Auch an der Gesamtschule werden seit Jahren die neuen Vorschriften umgesetzt. So auch derzeit wieder.

Während der gesamten Ferien werden die Arbeiten auf der untersten Ebene der Gesamtschule noch andauern. Dabei geht es in erster Linie um den Brandschutz bei den Wandteilen, die in der abgehängten Decke „verschwinden“. Während die Wände unterhalb der Decken massiv sind, keine Öffnung aufweisen und die Fugen verfüllt wurden, stellt sich das Bild oberhalb der Deckenelemente ganz anders dar. Kabel und Rohre durchziehen in diesem Bereich die ganze Etage und so natürlich auch die Wände.

„Derzeit verschotten wir die Kabeldurchgänge, so dass weder Rauch noch Feuer auf diesem Wege von einem Raum in den anderen gelangen kann“, erklärt Hartwig Benne vom Gebäudemanagement der Stadt. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, soll die Wand den Vorgaben der entsprechenden Vorschriften für F  90 entsprechen. Das bedeutet, dass die Wand einem Brand 90 Minuten widerstehen würde.

Da für diese Maßnahmen die Deckenelement aus ihren Halterungen genommen werden müssen, werden die Metallplatten auch gleich gestrichen. Außerdem wird die Beleuchtung ersetzt. Dabei werden die bestehen Leuchtstoffröhren gegen neuere, deutlich sparsamere ausgetauscht.

Benne: „Wir bauen dann eine bedarfsgerechte Steuerung ein, die ebenfalls der Energieeinsparung dienen soll. Das bedeutet, dass zwar grundsätzlich Licht eingeschaltet ist, doch wenn mehr Licht benötigt wird, etwa in den Pausen, dann wird die Leistung der Leuchten nach oben gefahren.“

Die Ferienzeit wird aber auch genutzt, um die Entrauchungsanlage fertig zu stellen. Durch einen Brandschutz- und Entrauchungsvorhang im ersten Obergeschoss und eine neue Luftzufuhr im Untergeschoss konnte nun ein Brandabschnitt definiert werden, der den Mensabereich und das PZ einschließt. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten kann eine offizielle Abnahme erfolgen, die dann auch das Aufstellen neuer Bestuhlungsplanes fürs PZ ermöglicht. Unter anderem erhoffen sich die Verantwortlichen eine Reduzierung der Brandsicherheitswachen.

Neben dem Brandschutz, der in diesem Jahr rund 45 000 Euro kosten wird, sind es vor allem kleinere Reparaturen, die die Anwesenheit der Handwerker notwendig machen – das trifft natürlich auf alle Schulen im Stadtgebiet zu.

Lediglich im neu gestalteten Naturwissenschaftsbereich wird auch an der Infrastruktur gearbeitet. Dort werden derzeit die Netzwerkverbindungen von Hartwig Benne verkabelt. Für jeden der drei Räume sind das 33 Anschlüsse, über die die Schüler dann auf das Netzwerk der Schule zugreifen können.

Bereits fertiggestellt wurde der neue Eingang zum PZ. Noch aus Mitteln des Konjunkturpaketes finanziert, wurde der Eingang vorverlegt und so wieder eine Schleuse geschaffen.

Auch wurden in den vergangenen Wochen und Monaten neue Fenstern im Freizeitbereich eingebaut. Insgesamt wurden aus Mitteln des Konjunkturpaketes neue Fenster im Bereich der Naturwissenschaften, im PZ, einem Teil der Mensa, in den Außentoiletten und in einem Teil der Flure eingebaut. ▪ Johannes Becker

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