Jugendliche erfahren Spiritualität in Taizé

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Als ökumenische Reisegruppe verbrachten Jugendliche aus Kierspe, Meinerzhagen, Lüdenscheid, Attendorn und Hückeswagen eine Woche bei der Gemeinschaft von Taizé in Frankreich.

Kierspe - Eine Woche lang waren 39 Jugendliche aus Kierspe, Meinerzhagen, Lüdenscheid, Attendorn und Hückeswagen zu Gast bei der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé in Frankreich.

Die ökumenische Gruppe startete am Ostermontag mit der Erwartung, eine spannende Zeit in Einfachheit und Offenheit zu erleben. „Wenn man das erste Mal nach Taizé fährt, kann man sich nicht erklären, warum alle, die schon dort waren, so begeistert sind“, berichteten die Erstfahrer.

Gefühl des Akzeptiert-Werdens

Aber nach einigen Tagen begannen sie zu begreifen, was die Faszination dieses Ortes ausmacht: Das Gefühl des bedingungslosen Angenommen-Seins und des Akzeptiert-Werdens. Jeder darf genau so sein, wie er ist, berichtet Begleiterin Dr. Verena Welschof. Dieser Ort sei geprägt von Authentizität und Freundlichkeit. „Jeder ist nett, jeder hilft, jeder knüpft Freundschaften, jeder wird ernstgenommen“, sagten die Jugendlichen erstaunt. Dieses Erlebnis einzigartiger Gemeinschaft führe dazu, dass Taizé als wundervoller Ort empfunden werde – nicht nur von den Jugendlichen, sondern auch von den Erwachsenen, die sie begleiten.

Gottesdienste der anderen Art

Während der Gottesdienste in Taizé herrschte eine ganz besondere Atmosphäre.

Eine Besonderheit der Fahrt liegt laut Verena Welschof auch im Erfahren von ungewohnter Spiritualität. So wurden Gottesdienste ganz anderer Art abgehalten: auf dem Boden sitzend mitten zwischen den 3 000 Besuchern und den etwa 80 Brüdern des ökumenischen Männerordens. Gestaltet wurden die Gottesdienste meditativen Liedern und Bibeltexten in unterschiedlichen Sprachen und Gesprächen in Kleingruppen über Fragen aus dem eigenen Lebensbereich. „Jeder Besucher ist Teil des Ganzen, wichtig für das Gelingen“, sagte Welschof.

„Soziale Kontakte sind wichtiger als materielle Dinge"

Am Ende der Woche war nicht nur gute Laune die Folge, sondern auch eine Reihe von Erkenntnissen: „Soziale Kontakte sind wichtiger als materielle Dinge“, formulierte ein Teilnehmer. Der Wunsch der Jugendlichen, dass alle Menschen sich doch mehr so benehmen sollten wie in Taizé, zeige, wie positiv beeindruckend diese Zeit war, so Welschof.

Unmöglich Atmosphäre zu beschreiben?

„Wie können wir andere dazu bewegen, im nächsten Jahr mitzufahren, damit auch sie diese tolle Erfahrung machen können?“ , fragten sich die Jugendlichen auf der Rückfahrt. „Es ist unmöglich, die Taizé-Atmosphäre zu erklären“, sind sie sich sicher. „Aber ihre Begeisterung kann ansteckend wirken!“

Die nächste Taizéfahrt findet vom 28. März bis zum 3. April 2016 statt. Schon jetzt ist jeder Jugendliche ab 15 Jahren eingeladen, sich anzumelden. Informationen erteilt Pastor Gregor Myrda unter Telefon 0 23 59 / 27 33.

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