Tausende beim Zug in Wipperfürth

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Gaben beim Karnevalsumzug in Wipperfürth eine tolle Figur ab: Die kleinen Löschzwerge der Kiersper Feuerwehr, die erstmals mit von der Partie waren.

Wipperführt - Das war geradezu eine Punktlandung. Just wie bestellt, zeigte sich am Karnevalssonntag endlich wieder einmal die Sonne. Die erfreute auch die Narren in der Nachbarstadt Wipperfürth. Die gilt seit jeher als „das“ hiesige Zentrum karnevalistischen Geschehens schlechthin, an dem sich das Narrenvolk „rings ums Städtchen“ zu orientieren hat.

Von Rainer Crummenerl

Wie auch mit schöner Regelmäßigkeit immer dann, wenn die Session beim traditionellen Straßenkarneval am Karnevalssonntag ihrem Höhepunkt zustrebt.

Mehrere Tausend Zuschauer, eine große Anzahl darunter auch aus den beiden Volmestädten Kierspe und Meinerzhagen, ablesbar an den langen Autoschlangen, die sich schon Stunden vor Beginn des eigentlichen Geschehens aus dem Westfälischen in Richtung Rheinland in Bewegung setzten, säumten dicht gedrängt am Sonntagnachmittag die Straßen der Wipperfürther Innenstadt und warteten geduldig darauf, dass der „Zuch kütt“, wie es im Bergischen Platt heißt. Bei süffigem Kölsch und anderen passenden Getränken und jeder Menge eingängiger Karnevalsmusik, die an jeder Ecke auf die wartende Menge herabrieselte, verging die Zeit wie im Flug.

Die tollen Tage beginnen in Wipperfürth jeweils bereits an „Weiberfastnacht“. Das zeigen auch die Inhaber etlicher Ladengeschäfte im Ort, die ihren Kunden unverblümt sagen, was sie vom Karneval halten: „Weiberfastnacht und Rosenmontag geschlossen“ hieß es auch jetzt wieder unmissverständlich als Botschaft an etlichen Schaufensterscheiben. Doch das sind bestenfalls Nebengeräusche, die indes die allgemeine Begeisterung im Bergischen für das närrische Treiben kaum schmälern können.

Sehr zur Freude der Jecken aus nah und fern war es dem Organisationsteam der Wipperfürther Karnevalisten von der „Narrenzunft Neye“ nämlich wiederum in bewährter Weise gelungen, einen mit vielen Motivwagen und etlichen Fußtruppen bestückten Zug auf die Beine zu stellen, der sich dann nach und nach seinen Weg von der Neye-Siedlung über die Hoch- und die Untere Straße bahnte. Dabei hatten die einzelnen Motivwagen – mittendrin auch das Wipperfürther Dreigestirn mit Bauer, Prinz und Jungfrau – wohl tonnenweise „Kamelle und Strüssjer“ im Gepäck, die bei der beiderseits der Straßen wartenden Menge auch hoch willkommen waren. Vereinswelt und kirchliche Stellen, Nachbarschaften und Wohngemeinschaften hatten wieder einen bunten Cocktail aus Spaßigem und Ernsthaftem gemixt, wobei man allerdings den einen oder anderen Seitenhieb auf die lokale oder die „große“ Politik vermisste. Dennoch: Wohl die Allermeisten freuten sich wiedereinmal über die Vielfalt dessen, was im kleinen Wipperfürth am Karnevalssonntag buchstäblich auf die Beine gestellt wurde und gleichermaßen sicher auch bereits auf die nächste närrische Session.

Zu dem bunten Geschehen in der Nachbarstadt Kierspes trugen auch Gruppen aus der Volmestadt bei. Denn wie in jedem Jahr marschierte der Spielmannszug der Kiersper Feuerwehr mit.

Unterstützt wurden die musizierenden Wehrleute von der jüngsten Abteilung der Wehr. Mit entsprechenden Zipfelmützen ausgestattet, waren auch die Löschzwerge in die Nachbarstadt gezogen.

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