Spazierwege rund um Rönsahl

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Die Stadt Kierspe unterstützt natürlich die Bemühungen der Aktiven der Dorfgemeinschaft Rönsahl um ein gutes Abschneiden beim Dorfwettbewerb. Rönsahl soll zudem in diesem Jahr wieder ein Stück schöner werden. So wurden vom Bauhof in der vergangenen Woche der Höhen- und auch der Mühlenweg mit einer neuen Schotterdecke versehen und in Schuss gebracht.

RÖNSAHL - Es war in letzter Zeit ganz schön ärgerlich für die Spaziergänger, die auf den Wegen durch Rönsahl unterwegs waren, weil sie immer ziemlich schmutzige Schuhe bekamen. Besonders nach Regen war der Boden aufgeweicht und an einigen stellen richtig schlammig Das ist jetzt vorbei.

Von Rolf Haase

In der vergangenen Woche haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes auf dem Höhenweg oberhalb des Dorfes sowie auch auf dem Mühlenweg in Richtung Park eine neue Schotterdecke aufgebracht, so dass das Problem nun abgestellt ist. Darüber freut sich Ortsbürgermeister Horst Becker nicht zuletzt auch, weil im Grenzdorf die Vorbereitungen auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angelaufen sind. Natürlich begrüßt Becker es, dass die Kommune ihren Ortsteil dabei wie in den vergangenen Jahren kräftig unterstützt.

Auch die drei Mitarbeiter des Bauhofes unter der Leitung von Stadtgärtner Mike Söhl waren voll motiviert und gaben sich besonders Mühe, damit bei der Bereisung der Bewertungskommission Anfang Juni die Wege den besten Eindruck hinterlassen. Auch die Wanderfreunde der Abteilung Rönsahl des Sauerländischen Gebirgsvereins nutzen die beliebten Wege häufig, wenn sie wieder auf Tour sind.

Nach und nach, so informiert der Ortsbürgermeister, sollen in den nächsten Wochen und Monaten verschiedene weitere Maßnahmen umgesetzt werden, damit Rönsahl, wenn es dann ernst wird, einen schmucken und damit ansprechenden Eindruck hinterlässt. Bekanntlich geht es aber beim Dorfwettbewerb nicht nur um schöne und idyllische Winkel und Ecken, wie das vor vielen Jahren so war, als der Wettbewerb noch „Unser Dorf soll schöner werden“ hieß.

Früher sollten die Dörfer vor allem durch Grüngestaltung und Blumenschmuck verschönert werden, um so eine Abwanderung in den urbanen Raum zu verhindern. Seit der Umbenennung in „Unser Dorf hat Zukunft“, um deutlich zu machen, dass es nicht nur um Schönheit geht, steht seit 1998 die Infrastruktur des Ortes im Fokus und damit Betriebe, Arbeitsplätze, Einzelhandel, Schulen, Kindergärten, Kulturleben, Vereine und andere Freizeitangebote.

Seit dem Zeitpunkt geht es beim früher auch als „Blumenwettbewerb“ verschrienen Konzept um die dörfliche Lebensqualität. Die Grundvoraussetzungen eines jeden Dorfes sowie seine Kultur und Traditionen werden stärker als früher berücksichtigt. Eine wesentliche Rolle spielt die Nachhaltigkeit bei der Gestaltung der Zukunft im Sinne der Lokalen Agenda 21 sowie die Aktivitäten der Einwohner in der Dorfgemeinschaft.

Der Dorfwettbewerb wird seit 1961 bis auf Bundesebene durchgeführt wird, zunächst unter dem Namen „Unser Dorf soll schöner werden“. Teilnehmen können Orte mit bis zu 3000 Einwohnern. Kommissionen mit Vertretern verschiedener Institutionen bereisen das Land und begutachten die angemeldeten Dörfer.

Der Ort bereitet eine Führung und eine Präsentation vor. Ein sehr wichtiger Punkt ist das Engagement der Bevölkerung mit durch Vorführungen ortsansässiger Vereine. Nach bestimmten Kriterien werden Punkte vergeben und Ranglisten ermittelt. Entscheidend für die Auszeichnung mit Bronze-, Silber- und Goldmedaillen ist die erreichte Punktzahl. Die Bewertungen erfolgen zunächst auf Kreis- und dann auf Landesebene. Die mit einer Goldmedaille ausgezeichneten Orte dürfen sich dann „Golddorf“ nennen.

Vor dem Hintergrund der Konferenz von Rio 1992 wurde der Wettbewerb 1998 in „Unser Dorf hat Zukunft“ umbenannt. Die neuen Bewertungskriterien lenkten den Fokus vom Verschönerungsaspekt auf grundlegende und umfassende Maßnahmen für die dörfliche Lebensqualität. Die Bedeutung des ländlichen Raumes als wichtiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen, aber auch für Wirtschaft und Kultur, sollte damit betont werden.

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