Geschäftsstelle schließt - SB-Filiale öffnet

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Die Geschäftsstelle an der Kölner Straße wird aufgegeben. Für Bargeldeinzahlungen und -auszahlungen, Kontoauszüge und Überweisungen wird eine SB-Filiale auf der anderen Seite der Kölner Straße neu eröffnet.

KIERSPE - Nachdem bereits vor einigen Wochen die Volksbank die Umwandlung ihrer Geschäftsstelle an der Kölner Straße in eine Selbstbedienungsfiliale angekündigt hat, ist es jetzt auch bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen so weit. Wobei die Sparkasse auf die Feststellung wert legt, man habe sich bereits seit längerer Zeit mit dieser Überlegung beschäftigt. In Zukunft wird es gegenüber des jetzigen Standorts eine SB-Filiale geben.

Bereits im vergangenen Jahr ist die Sparkasse im Dorf umgezogen. In dem neuen Standort am Netto-Markt wurde der SB-Bereich stark betont, wobei dort noch ein Mitarbeiter vor Ort war, beziehungsweise immer noch ist, um den Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mit der Filiale an der Kölner Straße geht die Sparkasse aber noch einen Schritt weiter, dort wird es kein Personal mehr geben. „Wir haben in den vergangenen drei Jahren unsere Beratungsangebote an beiden Hauptstellen in Kierspe und Meinerzhagen gebündelt,“ sagt Wolfgang Opitz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen.

Da das Gebäude an der Kölner Straße für den Betrieb einer Filiale deutlich zu groß ist, wurden bereits vor Jahren Teile des Gebäudes an die Firma „Rat & Tat“ vermietet. Weitere Räume in den Obergeschossen werden bereits seit 1989 nicht mehr für geschäftliche Aktivitäten genutzt und stehen seitdem für Wohnzwecke zur Verfügung. Nun hat die Sparkasse eine neue Lösung für diese Immobilie gefunden. Der Verwaltungsrat der Sparkasse und der Rat der Stadt Kierspe haben beschlossen, dass die Stadt Kierspe das Gebäude erwerben wird und einer anderen Nutzung zuführt. Das Mietverhältnis mit der Firma „Rat & Tat“ wird von der Stadt Kierspe übernommen.

Mit mehreren hundert Quadratmetern Nutz- und Wohnfläche, einem sehr ansehnlichen Grundstück und Parkplätzen auf dem eigenen Gelände, sind viele Nutzungen denkbar. Wobei der Beigeordnete Olaf Stelse gegenüber der MZ sagte, dass die Präferenz bei der Nutzung der Unterbringung von Flüchtlingen gelte. „Wann eine Nutzung erfolgt, ist aber unklar“, so Stelse. Zum Kaufpreis wollte sich der Beigeordnete nicht äußern. Er sagte lediglich, dass der gezahlten Summe ein Wertgutachten zugrunde gelegen habe. Nach Informationen der Meinerzhagener Zeitung soll der Kaufpreis jedoch „lediglich“ etwas mehr als 60 000 Euro betragen haben und die Stadt wolle sich mit dem Gebäude und Grundstück auch eine Tauschoption offenhalten.

Die Sparkassenkunden müssen aber trotz der Schließung nicht auf einen Standort der Bank vor Ort verzichten. Auf der anderen Straßenseite soll eine SB-Filiale eingerichtet werden.

Der Sparkassenvorstand betont, dass durch die geringe Entfernung von einem Kilometer zur Hauptstelle das vollständige Leistungsangebot der Sparkasse jederzeit zur Verfügung stehe und 80 Prozent der Kunden, die aktuell die Geschäftsstelle Kölner Straße besuchen würden, ausschließlich Leistungen an den Selbstbedienungsgeräten in Anspruch nehmen würden „Es nutzen immer mehr Sparkassenkunden das Internet oder Apps sowie das Telefon, um Bankgeschäfte mit uns abzuwickeln. Wir erkennen deutlich, dass ein persönliches Service-Team vor Ort nicht mehr dem tatsächlichen Bedarf unserer Kunden entspricht – und darauf reagieren wir,“ so Wolfgang Opitz.

„Dem Wunsch der Kunden unabhängig von Öffnungszeiten ihre Finanzgeschäfte tätigen zu wollen, tragen wir Rechnung und werden eine Selbstbedienungsfiliale errichten, die neben einem Geldein- und -auszahlungsautomaten und dem Kontoauszugsdrucker auch über ein Überweisungsterminal verfügt,“ stellt Wolfgang Opitz in Aussicht.

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