Sparkasse

Sparkassen-Bilanzsumme auf 703,4 Millionen Euro gestiegen

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Die Sparkassen-Vorstände Roman Kappius (links) und Wolfgang Opitz sind erfreut, dass die Bilanzsumme im vergangenen Jahr starkt gewachsen ist.

Kierspe/Meinerzhagen - Eigentlich hatte sich der Vorstand der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen erst für dieses Jahr vorgenommen, eine Bilanzsumme in Höhe von mehr als 700 Millionen Euro zu erreichen. Doch nun liegen die Zahlen für 2015 vor und weisen bereits jetzt eine Bilanzsumme von 703,4 Millionen Euro aus.

„Wir setzen uns seit Jahren hohe Ziele – aber dass diese Planungen am Ende so deutlich übertroffen wurden, hat uns selbst überrascht. Unsere Bilanzsumme ist im vergangenen Jahr um 30 Millionen auf 703,4 Millionen Euro angestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 4,6 Prozent und ist damit dreimal so hoch wie der Durchschnitt aller Sparkassen in Westfalen-Lippe“, sagt der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Opitz erfreut.

Den Zuwachs verdankt das Geldinstitut in erster Linie dem stark gewachsenen Kreditgeschäft. Insgesamt stellte die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen im vergangenen Jahr 89,6 Millionen Euro neue Kredite und Darlehen zur Verfügung, das entspricht einem Zuwachs von 51,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das weiterhin niedrige Zinsniveau war der Impuls für viele Sparkassenkunden, in Wohnungseigentum zu investieren. Die Sparkasse konnte im Jahr 2015 mehr als 37 Millionen Euro an privaten Wohnungsbaukrediten und öffentlichen Förderkrediten bereitstellen“, so Opitz. 

Mehr Bausparverträge

Natürlich suchen die Kunden nach Wegen, sich das günstige Zinsniveau über die gesamte Laufzeit von oft 30 Jahren zu sichern. Dadurch entscheiden sich immer mehr Bauherren für den Abschluss eines Bausparvertrages. So seien im vergangenen Jahr Bausparverträge mit einem Volumen von 15 Millionen Euro gezeichnet worden, führt der Vorsitzende aus. 

Doch das niedrige Zinsniveau sorgt nicht nur dafür, dass die Kunden immer öfter Kredite ausleihen, sie ziehen auch kurzfristige Tages- und Termingeldkonten langfristigen Anlagen vor. Opitz: „Das führte zu einem weiteren Anstieg der kurzfristigen Einlagen auf 158 Millionen Euro, das sind rund 45 Prozent der gesamten Kundeneinlagen der Sparkasse.“ 

Kunden, die längerfristige Anlageformen suchten, nutzten im vergangenen Jahr vor allem Investmentfonds. Dort wuchs das Anlagevermögen um 10 Prozent auf 46 Millionen Euro. Doch nicht nur im Kreditgeschäft und bei den Geldanlagen hat sich das Verhalten der Kunden verändert, auch bei der Nutzung der Dienstleistungen, die die Sparkasse bietet, hat sich einiges geändert. 

Zehn Geldautomaten in Kierspe und Meinerzhagen

Modernes und mobiles Banking nennt Sparkassen-Vorstand Roman Kappius diese Entwicklung: „Wir unterhalten in Kierspe und Meinerzhagen zehn Geldautomaten-Standorte und sorgen für eine flächendeckende Versorgung mit Bargeld, Kontoauszugsdruckern und Überweisungs-Terminals. Wenn der Kunde es wünscht, hat er die Möglichkeit, sich sein Geld mit unserem Bring-Service nach Hause liefern zu lassen.“ 

Dieses veränderte Kundenverhalten habe zur Folge gehabt, dass man die Beratungen immer mehr auf die beiden Hauptstellen konzentriert habe, erklärt Kappius, der zudem verspricht, dass Beratungen auch jederzeit auf Wunsch des Kunden zuhause stattfinden könnten. 

Opitz nutzte das Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung auch noch einmal, um auf die Förderung von Vereinen sowie wohltätigen, sozialen und kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen hinzuweisen. So habe man im vergangenen Jahr mehr als 100 000 Euro dafür zur Verfügung gestellt.

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