Mikrospender für "Giro-Cents" gesucht

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Zur ersten Informationsveranstaltung über „Giro-Cents“ hatte die Sparkasse Vertreter der größeren Vereine in Kierspe und Meinerzhagen eingeladen.

Kierspe - Das Interesse war groß: Sparkassen-Vorstand Wolfgang Opitz und Marketingleiter Arnd Clever hatten die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer bei der ersten Infoveranstaltung der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen zu „Giro-Cents“.

Dazu hatten sie am Montagabend die Vertreter der größeren Vereine in Kierspe und Meinerzhagen eingeladen. Weitere Informationsabende sollen folgen.

Programm neu aufgelegt

„Giro-Cents“ ist ein Spendenprogramm, das die Sparkasse neu aufgelegt und seit Montag freigeschaltet hat. Es richtet sich an Sparkassenkunden, die einmal im Monat von ihrem Konto die Centbeträge hinter dem Komma für regionale Projekte spenden wollen. Diese Beträge zwischen einem und 99 Cent werden auf einem separaten Treuhandkonto gesammelt.

Abstimmen nach jedem Spendendurchlauf

Nach jedem „Giro-Cents“-Spendendurchlauf – also einmal im Monat – erhalten die Spender per E-Mail einen Aktivierungscode, mit dem sie über die Verwendung des Spendentopfs abstimmen dürfen. Die Projekte können von Vereinen und Institutionen in Kierspe und Meinerzhagen angemeldet werden. Die Sparkasse trifft in Abstimmung mit den Bürgermeistern der beiden Volmestädte daraus eine Vorauswahl und stellt zwei bis vier Projekte zur Auswahl, aus denen die Spender „ihr“ Projekt auswählen können.

Sparkasse verdoppelt Spenden

Jeweils drei bis vier Monate sammelt die Sparkasse die Spenden und zahlt sie dann gemäß der Kundenabstimmung prozentual aus. Als „Bonbon“ werden die Mikrospenden von der Sparkasse verdoppelt. Die ersten Spenden werden an „Mittendrin“ aus Meinerzhagen und „Hand in Hand“ gehen. Auch zukünftig wollen die Verantwortlichen darauf achten, dass Institutionen und Vereine aus beiden Städten gleichrangig zum Zuge kämen.

Clever rechnet mit 12.000 Euro pro Jahr

Zur Veranschaulichung der Aktion machte Marketingleiter Clever eine Rechnung auf: „Im Durchschnitt spendet jeder Teilnehmer an ,Giro-Cents' 50 Cent im Monat, also sechs Euro im Jahr, die von der Sparkasse verdoppelt werden. Bei 1000 Teilnehmern kommen auf diese Weise 12 000 Euro zusammen.“

1000 Teilnehmer binnen eines Jahres?

Diese 1000 Spender hofft Vorstandsvorsitzender Wolfgang Opitz innerhalb eines Jahres zur Teilnahme bewegen zu können. Hier seien die Vereine gefragt, die in den eigenen Reihen das neue Modell bewerben sollen und sicherlich auch werden. Die bereits vorhandenen Spendentöpfe will die Sparkasse auch weiterhin bedienen. Wer bei „Giro-Cents“ nicht zum Zuge kommt, kann also immer noch auf die Sparkassenstiftung oder den allgemeinen Spendentopf des Geldinstituts setzen.

Abstimmung nur online möglich

Bei der sich anschließenden Fragerunde ging es vor allem um die praktische Umsetzung des Programms. Einen Nachteil sahen mehrere Vereinsvertreter in der Bindung an das Internet, das vor allem bei älteren Menschen immer noch auf Hemmschwellen treffe. Man kann sich zwar am Bankschalter anmelden, die Abstimmung läuft aber ausschließlich online. Das sei technisch und rechtlich nicht anders möglich, erläuterte Wolfgang Opitz. Eine Zuhörerin fand dafür eine pragmatische Lösung: „Wer keine E-Mail-Adresse hat, gibt einfach die der Schwiegertochter an.“

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