Kinder gemeinsam auf den Spuren der Magie

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Ganz bei der Sache sind die Ferienkinder, als es in den beiden Turmstuben der Servatiuskirche um das Vorlesen und Hören spannender Geschichten aus dem Reich der Zauberer und Magier.

Rönsahl - Knisternde Spannung hängt in der Luft bei den Ferienspielen im Turm der Servatiuskirche.

Kaum nämlich nehmen die Kleinen den schwachen Windhauch wahr, der durch die in früheren Jahrhunderten im Verteidigungsfall von den Dorfbewohnern als Schießscharten genutzten engen Schlitze im meterdicken Mauerwerk des Kirchturms dringt und zumindest einen zusätzlichen Hauch angenehmer Kühle am immer noch relativ heißen Sommertag durch den ins Halbdunkel gehüllten kleinen Raum im alten Turm der Servatiuskirche wehen lässt.

Ein besser geeigneter Ort für spannende Geschichten als das die beiden nur über einen wie in Stein gemeißelten engen Gang erreichbaren beiden Turmstuben im Jahrhunderte alten dicken Bruchsteingemäuer in diesem Trakt der Servatiuskirche ohnehin schon sind, erscheint nämlich kaum vorstellbar. Der Ort der Handlung ist eigens für diesen Anlass in liebevoller Weise mit allerlei passenden Accessoires ausgestattet, die – ein wenig Fantasie vorausgesetzt – durchaus aus dem Land der Zauberer und Gaukler stammen könnten. Eva Schulte, Christina Kelm, Christine und Isabelle Escher, die vier Lesemütter, die sich in diesem Jahre erstmals um Organisation und Durchführung dieser mit zu den Höhepunkten der Ferienspielaktionen zählenden Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinde Rönsahl kümmern, nehmen die Kinder mit auf eine spannende Abenteuerreise, die in diesem Jahr ins sagenumwobene Märchenland, in dem wohlgesinnte Zauberer regieren und für spannende Abenteuer sorgen, führt.

Gibt es da doch tatsächlich eine ganze Menge geheimnisvoller Dinge, die sich an Wänden und auf dem Boden der beiden Turmstuben finden. Kunststoffspinnen mit ihren langen haarigen Beinen „krabbeln“ über den Boden, Fledermaus-Attrappen aus weißem Papier „flattern“ scheinbar durch die im Halbdunkel liegenden Räume, und ein ob des ungewohnten Treibens im alten Gemäuer aufgeschreckter Schmetterling flattert mit unstetem Flügelschlag durch die Luft – aber der ist echt! Es fällt nicht schwer, die Fantasie der insgesamt 22 Ferienspielkinder – die meisten davon sind im Vorschul- und Kindergartenalter – anzuregen, die, in zwei altersmäßig zueinander passende Gruppen aufgeteilt, auf mitgebrachten Sitzkissen auf dem Boden der Turmstuben hocken und der Dinge harren, die da kommen sollen.

Spannende Vorlese-Geschichten, sie handeln vom gütigen Zauberer mit dem allgewaltigen Zauberstab und von Lisbeth, der Hexenprinzessin oder von den Erlebnissen, die das „Erdbeerinchen“ mit der grünen Fee hat, machen die Runde. Das eintönige „Ticke-Tack“ der nahen Turmuhr als passende Begleitmelodie zur Zeitreise ins Land der Magie wird von den Kleinen kaum wahrgenommen, eher dann schon das abendliche Glockengeläut, das die Kleinen an diesem Tag ganz aus der Nähe wahrnehmen.

Da fällt es auch nicht weiter ins Gewicht, dass die eigentlich noch vorgesehenen Spiele im Freien aufgrund des kurz zuvor niedergegangenen Gewitterregens ausfallen mussten.

Aber zu diesem Zeitpunkt sind die Kinder bereits mit unterhaltsamen Spielen im Gemeindehaus beschäftigt. Die nämlich sind kurzfristig angesagt, bevor es zum Abschluss für jedes Kind noch ein Getränk und eine leckere Bratwurst gibt.

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