Spätgottesdienst mit Friedenslichtern für alle

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Mit einem kleinen Anspiel und auch vielen weihnachtlichen Liedern gestaltete der Chor Aletheia den Heiligabend-Gottesdienst in der Margarethenkirche.

KIERSPE - „Dass unsere Kirche jetzt so dunkel ist, liegt nicht an der Elektrik“, begrüßte Helmut Pieta die Besucher des Heiligabend-Spätgottesdienstes in der Margarethenkirche. „Das ist von uns so gewollt“, hielt er die Gemeinde noch ein wenig im Ungewissen und ließ sie erst einmal mit Weihnachtsliedern beginnen.

Alsdann sang der Chor Aletheia noch ein Lied, doch der Kirchenraum lag immer noch im Dunkel. „Lass uns den Tannenbaum schmücken“, forderte Helmut Pieta, ausgestattet mit einem Arbeitskittel und einer Trittleiter seine Ehefrau auf. Ihr Sohn kam hinzu und es zog sich mit dem Schmücken dahin. Es wurde mehr diskutiert als dass der Tannenbaum schöner und heller wurde – bis eine Freundin mit einer beleuchteten Laterne das Wohnzimmer der Familie betrat.

„Licht in das Dunkel der Welt bringen“

„Dieses Licht habe ich heute vom Rewe-Markt mitgebracht“, erzählte sie, was an sich ja nichts besonderes war. Jedoch: „Dieses Friedenslicht ist aus Bethlehem und über viele Länder bis zu uns nach Kierspe gekommen“, berichtete sie weiter. „Dieses Licht soll Licht in das Dunkel der Welt bringen, auch uns“ – und sie schlug vor, die bereitstehenden Kerzen mit diesem Licht zum Leuchten zu bringen.

Langsam wurde es heller in der Kirche, doch nicht nur die Kerzen am Altar wurden entzündet, plötzlich erstrahlten auch die Lichter am Weihnachtsbaum. Alsdann gingen die Chormitglieder mit vielen kleinen Friedenslichtern von Bankreihe zu Bankreihe und gaben das Friedenslicht an alle Gottesdienstbesucher weiter.

Gesungen wurde dabei das Lied „Im Dunkeln unserer Nacht entstand das Feuer, das nie mehr erlischt“. So eingestimmt auf Weihnachten, hörte die Gemeinde nun die Weihnachtsgeschichte und feierte den Heiligabend-Spätgottesdienst.

Gertrud Goldbach

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