Sozialwerk stellt seine Arbeit vor

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Über das umfangreiche Betreuungs- und Beratungsangebot des Sozialwerks St. Georg informierten die Einrichtungsleiter Lisa Frigger und René Schröder. –

KIERSPE – Die Vorstellung der Arbeit und des Wirkungskreises des Sozialwerks St. Georg mit der Beratungsstelle in Kierspe stand im Mittelpunkt der Sitzung des Sozialausschusses der Stadt am Dienstag im Ratssaal des Rathauses. Der Vorsitzende Nils Dietrich begrüßte dazu die Mitarbeiter des Sozialwerks, die Einrichtungsleiter Lisa Frigger und René Schröder. Von Bärbel Schlicht

Zu Beginn seiner Ausführungen ging Schröder auf die Strukturen des großen Konzerns und die einzelnen Einrichtungen vor Ort ein. Im Jahr 1952 wurde das Sozialwerk in Gelsenkirchen gegründet und betreut heute 3500 Klienten, die sich in verschiedenen Betreuungssituationen befinden. Im stationären Bereich werden für Menschen mit Behinderungen Wohnungen zur Verfügung gestellt, in denen auch die Betreuung stattfinden kann. Die Zielgruppe seien Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen und Suchtkranke, für die geschultes Personal zur Verfügung stehe, so Schröder.

In Kierspe gibt es die Wohngemeinschaften Meilenstein, die sich am Drosselweg und an der Kölner Straße befinden. Darin werden Menschen mit psychischen Erkrankungen in Verbindung mit einer Suchtproblematik betreut. Ziel der Bemühungen sei die Verbesserung der Lebenssituation, sagte Schröder. Dabei solle den Bewohnern eine suchtmittelfreie Perspektive, Sicherheit und persönliche Entfaltung ermöglicht werden. In den Einrichtungen können 24 Personen betreut werden. Zur Zeit werden 23 Bewohner dort betreut. In der Regel sind die Menschen für eine Dauer von zwei bis drei Jahren in der Einrichtung untergebracht. Das Ziel sei es, die Menschen wieder in den normalen Alltag einzugliedern, informierte René Schröder. Dafür werde viel Motivationsarbeit geleistet.

Die Wohngruppen Meilenstein gibt es seit 2008. Die meisten Bewohner kämen aus den umliegenden Kommunen, nur einige seien aus Kierspe. „Um die Menschen wieder aus den Einrichtungen herauszubringen, arbeiten wir mit verschiedenen Integrationsdiensten zusammen“, so Schröder.

Differenzierte Beratungs- und Unterstützungsangebote des Sozialwerks

Über die ambulante Arbeit des Sozialwerks St. Georg informierte Lisa Frigger. Sie ist für den Geschäftsbereich Westfalen-Süd (Märkischer Kreis, Kreis Olpe, Oberbergischer Kreis, Kreis Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis) zuständig. Dort werden differenzierte Beratungs- und Unterstützungsangebote in ambulanter Form für Hilfe suchende Menschen bereitgestellt. Dazu gehöre auch das betreute Wohnen in Gastfamilien, mit dem bisher gute Erfolge erzielt werden konnten, berichtete Frigger.

In Kierspe ist die Beratungsstelle „Rat & Tat“ an der Kölner Straße Anlaufstelle für interessierte und betroffene Bürger. Ansprechpartner dort ist Thorsten Garske. In der Beratungsstelle werden zur Zeit ambulant neun Klienten betreut. Darüber hinaus stellt die Beratungsstelle ein breit gefächertes Angebot an verschiedensten Hilfestellungen für Menschen rund um die Themen seelische Gesundheit und Behinderung bereit. Auch wenn sie Unterstützung und Hilfen im Alltag, in der Freizeit oder bei der Arbeit wünschen, können sich die Betroffenen an die Beratungsstelle wenden.

Ganz neu sei eine Selbsthilfegruppe, in der sich Menschen austauschen können und so erfahren, wie man mit bestimmten Schwierigkeiten in der Krankheit umgehen kann. Die Selbsthilfegruppe trifft sich immer mittwochs von 19 bis 21 Uhr. Zudem werde auch eine Online-Beratung angeboten, führte Lisa Frigger weiter aus.

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