Hand in Hand präsentiert Rezept-Sammlung

Internationale Leckereien

Hand in Hand - soziales Bürgerzentrum - internationales Kochbuch
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Markus Born, Adjuta Kraus und Wolfgang Koll (von links) präsentierten „Internationale Rezepte“, die im Sozialen Bürgerzentrum Hand in Hand gesammelt wurden.

 Labanya und Kohlrouladen, das Fischgericht aus dem Süd-Iran und „Frikadellen à la Mucki“ stehen in „Internationale Rezepte“ einträchtig Seite an Seite. Das kleine Nachschlagewerk ist das Ergebnis zahlreicher Kochaktionen im Sozialen Bürgerzentrum und konnte mit finanzieller Unterstützung der Volksbank gedruckt werden. 1500 Euro steuerte das Geldinstitut aus dem Erlös des Gewinnsparens bei.

Kierspe - Adjuta Kraus, Organisatorin und Initiatorin des internationalen Kochkreises, der Vorsitzende von „Hand in Hand“, Wolfgang Koll, und Markus Born von der Volksbank stellten die Sammlung jetzt der Öffentlichkeit vor. 300 Exemplare hat der Vorstand von „Hand in Hand“ erst einmal drucken lassen, Nachauflagen sind bei Bedarf jederzeit möglich. Das Kochbuch im praktischen Querformat mit Spiralbindung kann für 5 Euro käuflich erworben werden. Verkaufsstellen sind alle örtlichen Apotheken, die Volksbank, Buchhandlung Timpe und die Vorstandsmitglieder von „Hand in Hand“.

Geschenk für alle Kochfreunde

Wolfgang Koll steuerte auch direkt ein paar Ideen zur weiteren Verbreitung bei: „In Verbindung mit einer kleinen Flasche Olivenöl ist das doch ein gutes Geschenk für alle Kochfreunde.“ Die Freunde des guten Essens kamen aus einem runden Dutzend Nationen und fanden sich über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren regelmäßig in der Küche des sozialen Bürgerzentrums ein – meistens mehr als in der Küche Platz hatten. Einige Küchenhelfer mussten deshalb regelmäßig in das große Café ausweichen, wo anschließend gemeinsam gegessen wurde.

Corona setzte auch diesem Angebot von „Hand in Hand“ ein vorläufiges Ende. Die Idee hinter den Kochaktionen ist einfach: Beim gemeinsamen Kochen und Essen lernen sich Deutsche und Flüchtlinge und Flüchtlinge untereinander kennen und erfahren beiläufig von der Kultur des jeweils anderen. Denn kaum etwas ist mit kulturellen Eigenheiten und Prägungen so stark verbunden wie das Essen. Entsprechend wurden jeweils ein deutsches Gericht und eines aus einem Heimatland der Flüchtlinge zubereitet. Verwendet wurden vor allem Lebensmittelspenden, die von „Hand in Hand“ ausgegeben werden.

Das Kochbuch gestaltete Neda Almasifar.

Die gute Idee bedurfte anfangs einiger Vorüberlegungen, die Rezepte wurden übersetzt und den unterschiedlichen Essgewohnheiten angepasst: Als Tanja Hensler Kohlrouladen auf den Speiseplan setzte, verzichtete sie auf Schweinemett und ließ die Kohlrouladen mit Rinderhack füllen. Auch mit den Gewürzen war das so eine Sache: Gemüsebrühe kannten die meisten Teilnehmer nicht, sie würzten das Hackfleisch mit Zimt.

Reiskochen in iranischer Hand

Aber im Laufe der Jahre entwickelten sich Routinen. Mit Rolf Muck als deutschem „Chefkoch“ wurden die deutschen Gerichte zunehmend italienischer, die hohe Kunst des Reiskochens blieb dagegen überwiegend in iranischer Hand. Eine der Teilnehmerinnen gestaltete auch das Kochbuch. Die studierte Grafikdesignerin Neda Almasifar hatte im Iran schon einige Jahre in ihrem Beruf gearbeitet. Jetzt wartet sie auf die Beglaubigung ihrer Zeugnisse, damit sie auch in Deutschland loslegen kann.

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