Soziales Bürgerzentrum feiert zweites Sommerfest

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Am Büfett im sozialen Bürgerzentrum „Hand in Hand“ bildete sich eine lange Schlange von Gästen. ▪

KIERSPE ▪ „Ich bin von Herzen dankbar für das, was wir hier Hand in Hand in den vergangenen zwei Jahren im Sozialen Bürgerzentrum am Felderhof entwickelt haben“, sagte der erste Vorsitzende Martin Ahlhaus in seinen Begrüßungsworten beim Sommerfest am Samstag. Nach einer kurzen Rückschau auf die ersten Planungen, die vor rund drei Jahren begannen, lenkte er den Blick auf die neuesten Projekte „Fundgrube“ und „Küche“.

Ein brandneuer Flyer weist auf das breite Angebotsspektrum des Sozialen Bürgerzentrums hin, das immer mittwochs zwischen 14.30 und 17 Uhr seine Türen für alle Kiersper Bürger öffnet. Neben Einkaufswagen, Vorratskammer, Kleiderschrank und Kaffeetisch gibt es inzwischen auch das Bücherregal mit viel interessantem Lesestoff zum Mitnehmen. Beim Essen in Gemeinschaft treffen sich an jedem ersten Samstag im Monat um zwölf Uhr die Gäste in netter Gesellschaft bei einem leckeren warmen Mittagessen. Kompetente Beratung rund um soziale Probleme, Behördengänge und Schriftverkehr bieten Sozialarbeiterin Sibylle Wiehle und die Integrationslotsen der Stadt. Außerdem ermöglicht eine Kooperation mit der Volkshochschule Volmetal kostengünstige Weiterbildungsangebote in den Bereichen Sprachen, Computer, Gesundheit, Ernährung und Bewegung.

Nach den Sommerferien startet mit der Fundgrube eine Sammelstelle für gut erhaltene kleine Elektrogeräte, wie beispielsweise Kaffeemaschinen, Bügeleisen, Mixer, Musikanlagen und Computer. „Schön wäre es, wenn wir für die Arbeit in diesem Bereich noch zwei Ehrenamtliche gewinnen könnten, die sich mit Elektrogeräten auskennen“, warb die zweite Vorsitzende Angelika Rentrop.

Vorfreude herrscht auch bereits im Hinblick auf die neue Küche, die im Herbst geliefert wird. „Nach Abstimmung mit allen Nutzern verfügen wir dann über eine Industriespülmaschine, einen modernen Herd und andere Geräte nach aktuellen Standards, die weitere Planungsmöglichkeiten eröffnen“, erklärte Martin Ahlhaus stolz. „Perspektivisch möchten wir Treffpunkt für die gesamte Kiersper Bevölkerung werden“, kündigte Kassiererin Claudia Lüsebrink-Wirth das angestrebte Ziel an. Beim Kreiskirchentag in Lüdenscheid stellte jüngst eine Gruppe von Mitarbeitenden im Rahmen des Workshops Ehrenamt die Arbeit des Sozialen Bürgerzentrums Kierspe einer breiteren Öffentlichkeit vor.

„Wir finden es wichtig, dass wir hier günstige Lebensmittel und Kleidung kaufen können“, erzählten Olga und Polina, die mit acht Kindern regelmäßig ins Bürgerzentrum kommen. Auch Akman Koder schaut mit ihrer Familie jeden Mittwoch vorbei und nutzt vor allem die Angebote des Kleiderschranks.

Für ein leckeres Büfett mit Salaten, Würstchen, Brot, Käse, Desserts und Kuchen sorgten die Spenden der rund 90 ehrenamtlichen Mitarbeiter. An langen Tischreihen saßen Alt und Jung kulturell bunt gemischt zusammen und tauschten sich auf Augenhöhe aus.

Und auch musikalisch stimmten viele Gäste mit ein. Begleitet von Herbert Knabe auf der Mundharmonika reichte das Repertoire der Gemeinschaft vom Volkslied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ bis zum Drafi Deutscher-Hit „Marmor, Stein und Eisen bricht“. ▪ msh

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