Jetzt offiziell

SPD präsentiert Olaf Stelse als ihren Bürgermeisterkandidaten

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Die Vorsitzende der SPD Kierspe Monika Baukloh gratulierte als erste Olaf Stelse zu dessen Wahl zum Bürgermeisterkandidaten der SPD.

Kierspe - Nun ist es offiziell, auf ihrer Mitgliederversammlung in Form eines gemeinsamen Reibekuchenessens präsentierte die SPD Olaf Stelse als ihren Bürgermeisterkandidaten. Zuvor machte die Vorsitzende allerdings ihrem Unmut darüber Luft, dass sich die CDU nicht an Absprachen gehalten habe.

„Ich werde ausgleichend und nicht parteilich sein“, versprach Olaf Stelse, bevor ihn die SPD-Mitglieder in geheimer Wahl und mit überwältigender Mehrheit (zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme) zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt hatten. Vorausgegangen war eine kleine Fragerunde der Sozialdemokraten an den Kandidaten und eine Begründung der Vorsitzenden Monika Baukloh, warum sich der Vorstand für die Wahl von Stelse ausgesprochen habe. Eigentlich sollte die Präsentation von Stelse ein Coup werden.

Doch dazu hat es die CDU nicht kommen lassen, die in der vergangenen Woche bereits klar machte, dass auch sie auf Stelse als Bürgermeisterkandidat setzt – darüber hinaus teilten die Christdemokraten mit, dass dieses wohl auch von SPD und UWG so geplant sei. Über diese Äußerungen ärgerte sich Baukloh sichtlich. Sie wies darauf hin, dass der Vorstand der SPD das Vorgehen mit Stelse bereits vor langer Zeit festgelegt habe, die anderen Parteien erst zu einem späteren Zeitpunkt. Außerdem äußerte die Vorsitzende Kritik an dem Vorgehen der CDU, die sich mit einem Vorstandsbeschluss für die Unterstützung des Kandidaten entschlossen hätte. „Bei uns entscheiden die Mitglieder – und nicht der Vorstand.“

Mehrheit ist wichtig

Zum Kandidaten selbst sagte Baukloh: „Uns ist es wichtig, einen Kandidaten zu finden, hinter dem auch die Mehrheit steht. Sicher spricht für ihn, dass auch die beiden anderen Fraktionen ihn ausgewählt haben.“ Danach hatte dann Stelse die Möglichkeit, sich vor der eigentlichen Wahl an die Sozialdemokraten zu wenden. Dabei machte er deutlich, dass er seine Verwurzelung in Kierspe als Vorteil sehe, betonte aber auch, dass er in Verwaltungen unterschiedlicher Städte habe Erfahrungen sammeln können.

Aus seiner langjährigen Tätigkeit als Kämmerer und Beigeordneter wisse er, „was getan werden muss.“ Ihm sei immer eine gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und den Fraktionen wichtig gewesen. Dass diese Arbeit gut gewesen sei, schließe er aus der einstimmigen Wiederwahl als Beigeordneter vor zwei Jahren. Der Kandidat kündigte an, auch in Zukunft parteilos zu bleiben.

Gefragt nach seinen Zielen, Visionen und Plänen, blieb bei der Versammlung noch vieles unscharf, aber Stelse verdeutlichte, dass ihm eine solide Finanzierung der Stadt und der Haushaltsausgleich auch in Zukunft sehr am Herzen liegen werden. Gestaltungschancen sieht Stelse im derzeit laufenden Leader-Prozess und der Regionale 2025. „Es geht mir aber auch darum, die Projekte, die wir angestoßen haben, weiterführen zu können.“

Arbeitsschwerpunkte

Schwerpunkte seiner Arbeit, sollte er gewählt werden, sieht er in der Digitalisierung, dem Entgegenwirken beim Ärzteschwund und dem Ermöglichen von alters- und seniorengerechtem Wohnen. Auf die Frage eines Mitglieds nach dem Sozialdemokratischen in den Plänen von Stelse blieb der Kandidat erwartungsgemäß allgemein: „Ich bin in meinem Handeln stets um Ausgleich bemüht. Mir war es immer wichtig, dass sich alle Parteien wiedergefunden haben.“ Unterstützung bekam der Bürgermeisterkandidat ebenfalls von prominenter Seite.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Gordon Dudas äußerte sich als Gast der Kiersper Veranstaltung: „Gute Bürgermeister vertreten keine Parteiprogramme, sie vertreten die Interessen ihrer Stadt. Für mich ist entscheidend, dass man mit dem Bürgermeister gut und im Interesse der Stadt zusammenarbeiten kann. Dass das nicht immer so läuft, kann man in der südlichen Nachbarstadt von Kierspe beobachten.“

Jugendförderung

Auf weitere Nachfragen im Bereich Jugend und Wohnungsbau führte Stelse aus, dass man gerade das Forum überplant und sich dabei an den Wünschen der Schüler und Jugendlichen orientiert habe. Er sprach sich für eine Fortführung der Arbeit im Jugendtreff Bahnhof 3und90 aus und wies darauf hin, dass Jugendmannschaften die Sportanlagen kostenlos nutzen könnten.

Wohnungsbau

Beim Wohnungsbau sprach er sich klar für eine weitere Bautätigkeit aus: „Wo die Häuser entstehen, muss diskutiert werden.“

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