Bakelit-Museum öffnet erstmals abends

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Interessiert schauten sich mit Silvia Baukloh diese Besucher einen alten Kobold-Staubsauger an, den schon Loriot zur Berühmtheit werden ließ.

Kierspe - Kaum ein Parkplatz war in der Nähe des Alten Amtshauses zu bekommen. Alles war zugeparkt und es ließ die Ankommenden erahnen, was sie im Bakelitmuseum erwartete.

„Wir sind von Besuchern überrollt worden. Mit der Resonanz haben wir nicht gerechnet“, freute sich Marion Görnig, Leiterin der Volkshochschule Volmetal. Zu einer Abendführung hatte die VHS Volmetal zusammen mit dem Heimatverein Kierspe eingeladen – und bereits mit dem Öffnen der Tür strömten Besucher aus allen Teilen des Volmetales in das kleine Museum. Sie kamen aus Schalksmühle, Halver, Meinerzhagen – aus Schwarmstedt in der Lüneburger-Heide war Bärbel Kaese gekommen. Sie hatte von dem Museumsabend von ihrer Schwägerin Dorothea Fastenrath erfahren und beide Frauen freuten sich gemeinsam darauf, in das Thema Bakelit von Ulrich Finke oder Peter Heins eingeführt zu werden. 

Bunt gemischt war das Publikum. Ältere Semester waren genauso vertreten wie Kinder und sogar viele Jugendliche. Bei den älteren Besuchern kamen Kindheitserinnerungen hoch, als sie sich die Ausstellungsstücke ansahen. Die schwarzen Bakelitschalter waren noch vielen in Erinnerung, die alten Radios ebenso. Aber auch Kurioses war zu entdecken. Ein Gerät heizte Lockenwickler auf, ein nächstes ließ Zahlen würfeln ohne Würfel, nur durch Betätigen eines kleinen Hebels. 

An der Wand hing ein alter Staubsauger, ein Kobold der Firma Vorwerk, noch mit einem Besenstil als Griff. „Sogar Loriot setzte dem Kobold ein gereimtes Andenken mit ,Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann’“, zitierte die Vorsitzende des Heimatvereins Silvia Baukloh und einige der Gäste fielen sofort in den bekannten Reim ein. Dass die Resonanz auf die Abendführung im Bakelitmuseum so groß war, hat viele Gründe. „Wir hatten die Ankündigung in unserem Programm stehen“, erklärte Marion Görnig. „Zudem haben wir einen E-Mail-Verteiler mit etwa 4000 Adressen und auch die Tageszeitung hat dazu beigetragen, dass das Interesse so groß ist.“ 

Bis um 21.30 Uhr konnten die zahlreichen Besucher sich rund um das Thema Bakelit kundig machen. Wer diesen Termin verpasst haben sollte, der kann das Bakelitmuseum jeden Mittwoch jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr besuchen.

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