Ein Sommernachtstraum in Rönsahler Brennerei

Begeisterten mit dem Kammerkonzert in der Historischen Brennerei in Rönsahl, von links: Violinisten Johanna Franz, Julia Habiger- Prause (Klavier) und Sebastian Escobar (Cello). ▪ Foto Crummenerl

KIERSPE ▪ Absolute Wohlfühlatmosphäre herrschte am Sonntagabend in der historischen Brennerei. Der Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen (KUK) hatte zu einem Konzert der Extraklasse eingeladen.

Nach den Veranstaltungen in den Vorwochen lag die Erwartung bei den Besuchern entsprechend hoch. Das lag zum einen am Programm als solchem, mindestens im gleichen Maße aber auch daran, dass ein Wiedersehen mit Johanna Franz, der ältesten Tochter der Musikerfamilie Franz aus Rönsahl, angesagt war.

Johanna Franz, die schon mit drei Jahren mit dem Violinspiel begann, hat es weit gebracht und ist als Profimusikerin als Vorspielerin der 1. Violine im Filmorchester Berlin–Babelsberg tätig. Davon, dass ihre Liebe aber auch der Kammermusik gilt, sollte das gemeinsam mit Julia Habiger-Prause (Klavier) und Sebastian Escobar (Cello) angesagte Konzert in ihrem Heimatdorf ein beredtes Zeugnis ablegen.

Mit viel Liebe zum Detail waren die Voraussetzungen für „Ein Sommernachtstraum“ geschaffen worden. Durch geschickt verhüllte Fensterscheiben im Bühnenbereich, die dadurch möglichen speziell erzeugten Lichteffekte und auf die Wand projizierten wechselnden Bühnenbilder als willkommene Untermalung des Programms, war die Konzentration der Konzertgäste von vornherein voll auf das zu erwartende Musikerlebnis fokussiert.

Schon das zum Auftakt der musikalischen Gala aufgetischte „Trio Eléiaque No. 1 in G-Moll, Lento lugubre“ aus der Feder des russischen Komponisten Sergej Rachmaninoff vermittelte einen ersten Eindruck vom ausgeprägten und in allen Sequenzen deutlich spürbaren Einfühlungsvermögen der Interpreten.

Im wirkungsvollen Kontrast zum ersten Stück stand „Klaviertrio No. 39 in G-Dur“ aus der Feder von Joseph Haydn.

Wenn es allerdings noch eines weiteren Beweises für das außerordentlich ausgeprägte musikalische Können des Alma-Mahler Trios bedurft hätte, so wurde der spätestens direkt nach der Pause geliefert. Eindrucksvoll trug das Trio weitere Stücke vor.

Nach rund zwei Stunden endete das Konzert mit einem scheinbar nicht enden wollendem Beifall. ▪ Cr

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