Menschen zusammenführen, die zur Schule gehören

Konzentration war bei der Arbeit mit dem Schieferhammer gefragt.

Kierspe -   „Wir wollen die Menschen zusammenbringen, die zur Schule gehören oder zu ihr Kontakt haben“, sagte Christian Reinemann vom Trägerverein der Freien Schule. Die Besonderheiten der Schulkultur darzustellen, ist den Verantwortlichen ein Anliegen und so hatten auch am Sonntag Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam ein buntes, vielfältiges Sommerfest auf die Beine gestellt.

Von Birgitta Negel-Täuber

Ein Schwerpunkt ist in der Freien Schule der handwerklich-kreative Bereich. Workshops und Verkaufsstände aller Art fanden sich deshalb vom Keller bis ins Dachgeschoss. Robin Lindner, Auszubildender im Dachdecker-Handwerk, demonstrierte, wie aus Schieferplatten Türschilder oder Dekogegenstände geschlagen werden können. Wer wollte, konnte unter seiner Anleitung ebenfalls zu Haubrücke und Schieferhammer greifen.

Ein paar Meter weiter hatten einige Schüler einen Trödelstand aufgebaut. Dort verkauften sie selbst geschnitzte Schwerter, Steckenpferde, Blumenvasen und was sich im Laufe der Jahre sonst noch so in der Schule angesammelt hatte. Lehrer Faisal Niazi hatte „Pen & Paper“ im Angebot. Das fand vor allem bei etwas älteren Schülern Anklang, denn bei diesen Rollenspielen sind Konzentration und Fantasie gefragt.

Kinderschminken für die jüngeren, Herstellen von Kräutersalz für etwas ältere Kinder stand ebenso auf dem Programm wie Filzen und Seifenproduktion.

Die Verkaufsstände mit einem Angebot von Schmuck über selbst genähte Taschen, Kappen und Schals bis zu Massagepralinen und gefilzten Dekoartikeln stießen ebenfalls auf reges Interesse.

Für die Tombola hatte Lehrerin Daniela Bues bei den Kiersper Geschäften und Firmen Spenden eingeworben. Der Hauptpreis waren zwei Hotelübernachtungen für die ganze Familie, wahlweise in Berlin oder Papenburg.

Die gesamte Schulgemeinde, aber auch ehemalige Schüler und interessierte Gäste aus der Umgebung bevölkerten die Schule und das umliegende Gelände im Rahmen des Festes.

Dort war auch der Grill aufgebaut, an dem sich die Gäste verköstigen konnten.

In der Cafeteria herrschte ebenfalls reger Betrieb. Für die musikalische Begleitung sorgten die Musiklehrer mit ihren Schülern, die Eltern hatten die Kuchen und Torten gespendet.

Die Preise waren sehr mäßig; es gehe beim Sommerfest nicht darum „Geld zu machen“, meinte Christian Reimann.

Aber Wünsche gibt es natürlich immer und so soll der Erlös aus der Tombola für die Gestaltung des Schulhofs verwendet werden.

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