„Sokengruch“ im PZ: Lesung als Event

Ebenfalls in Kierspe zur Schule gegangen ist Co-Autor Ingo Jung.

KIERSPE ▪ Es ist nur gerecht, dass die Autoren Thomas Block und Ingo Jung an ihren Tatort zurückkehren müssen, um ihr Buch „Sokengruch“ im Rahmen einer musikalisch-literarischen Veranstaltung vorzustellen. Gemeinsam mit regional und bundesweit bekannten Künstlern stehen die beiden Schriftsteller am Samstag, 10. September, auf der Bühne des PZ.

Für den Leser aus Meinerzhagen und Kierspe ist die Gesamtschule unschwer als Ausgangsort des 349 Seiten starken Romans zu erkennen. Dort beginnt die unheilvolle aber unterhaltsame Geschichte einer Klassenfahrt, in deren Verlauf zahlreiche unglaubliche Ereignisse ein Erreichen des Ziels unmöglich machen: Der Busfahrer verliert seine Selbstbeherrschung, zwei Schüler gehen während der Fahrt verloren, stattdessen verirrt sich eine 85-Jährige in den Bus. Während des Zwischenstopps in der Jugendherberge „Sokengruch“ kommt es dann auch noch zu einem Großeinsatz der Polizei.

Verfasst wurde die kurzweilige Geschichte von Thomas Block, Jahrgang 1968, der selbst die Gesamtschule besuchte und dort Abitur machte, bevor er über den Umweg einer Berufsausbildung zum Lehramtsstudium kam und heute selbst als Lehrer an der Schanhollenschule arbeitet. „Sokengruch“ ist bereits sein zweites Buch. Sein erstes Werk „Rinderpoevieh“ konnte er bei Stephan Raabs TV-Total vorstellen.

Gelungen ist ihm das Werk aber nur mit seinem Co-Autoren Ingo Jung, der ebenfalls die Gesamtschule besuchte, ein Wirtschaftsstudium absolvierte und heute bei einem Industrieunternehmen der Region im Vertrieb arbeitet. Jung hatte seine ersten künstlerische Gehversuche mit der Malerei unternommen, daher lässt sich seine Aussage „Schreiben ist wie Malen ohne Pinsel“ auch einordnen.

Am Samstag, 10. September, trauen sich die beiden Autoren dann gemeinsam auf die Bühne des PZ, um ihr Buch vorzustellen. Eingebettet ist die Lesung in ein Rahmenprogramm, für das ein ehemaliger Klassenkamerad von Thomas Block verantwortlich zeichnet. Andreas Losigkeit besuchte gemeinsam mit Block die Bismarck-Grundschule. Anschließend waren die beiden auch noch zwei Jahre gemeinsam auf der Gesamtschule. Doch dann zog Familie Losigkeit nach Meinerzhagen, wo der Sohn dann auch sein Abitur machte. Nach einer Ausbildung studierte er Germanistik, Betriebswirtschaftslehre und Buchwissenschaften in Mainz. Später machte sich Losigkeit mit dem Rheingauer Literaturverlag, in dem auch „Sokengruch“ verlegt wurde, selbstständig. Zu seinem Schulfreund Block hatte er da längst keinen Kontakt mehr. Erst durch das soziale Netzwerk „Wer kennt wen“ haben sich die beiden zufällig wiedergefunden. Später lernte Losigkeit dann über Block auch Ingo Jung kennen. Daraus entstand die Idee, das Buchprojekt gemeinsam zu realisieren.

Losigkeit war es auch, der die Idee hatte, aus einer Lesung ein Event zu machen. So treten neben den Schriftstellern an diesem Abend auch Michael Holderbusch, der sich mit seiner Reibeisenstimme ins Finale der RTL-Sendung „Das Supertalent“ sang und der gerne mit Joe Cocker verglichen wird, und als weitere Solistin die ehemalige Gesamtschülerin Stephanie Klar sowie der Meinerzhagener Chor Querbeet auf.

„Geplant ist ein Wechsel aus Lesung und Gesang. Geboten wird moderne Rock- und Popmusik. Mit den Interpreten ist gewährleistet, dass es weder leise noch langweilig wird“, ist sich Losigkeit sicher.

Im Anschluss an die Veranstaltung kann der Roman erworben werden. Außerdem findet eine Signierstunde mit den beiden Autoren statt.

Karten für die Veranstaltung, die an dem Samstag um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) beginnt, gibt es zum Preis von fünf Euro in der Buchhandlung Schmitz, in der Buchhandlung Timpe, im Kö-Shop in Halver, dem Süderländer Tageblatt in Plettenberg und der Meinerzhagener Zeitung. Natürlich werden auch an der Abendkasse noch Tickets angeboten – zum selben Preis.

Johannes Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare