Antrag auf Zugang mit Aussichtsplattform

Ein Skywalk an der Kerspe?

Kierspe200512030Kierspetalsperre Luftbild
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Die schöne Kerspe-Talsperre sollte nach Ansicht der CDU zumindest einen partiellen Zugang mit einer Aussichtsplattform haben. Daher hat die Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt.

Wohl die meisten Kiersperinnen und Kiersper, auch wenn sie noch so lange in der Volmestadt wohnen, werden noch nie richtig an der Kerspe-Talsperre gewesen sein, höchstens mal einen Blick durch Zaun sowie Bäume und Büsche auf das Wasser gewagt haben.

Kierspe - Der Grund dafür: Es handelt sich um eine Trinkwassertalsperre, die komplett eingezäunt ist, um sie zu schützen.

„Überall dort, wo die Menschen freien Zugang zu Trinkwassertalsperren haben, gibt es Probleme mit der Vermüllung und nicht tolerierbarem Verhalten“, hatte Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbands, klar gemacht, dass sich nichts oder nicht viel an den Sicherheitsmaßnahmen der Kerspe-Talsperre ändern werde, auch wenn vom Landtag der Antrag von CDU und FDP auf freien Gewässerzugang verabschiedet worden ist.

Solch einen Blick auf die Kerspe-Talsperre ist nur den allerwenigsten Kiersperinnen und Kiersper vergönnt. Nach Meinung der CDU-Fraktion soll sich dies ändern.

Georg Wulf versprach zwar bei einem Besuch von Kiersper Kommunalpolitikern – die sich Staumauer ansehen konnten und viele Informationen erhielten – künftig Führungen von kleinen Gruppen anzubieten. Doch ist das der Kiersper Ratsfraktion der CDU nicht genug. Aus diesem Grund hat sie einen Antrag gestellt, die Umsetzungsmöglichkeiten für die Errichtung eines kleinen Zugangs zur Kerspe-Talsperre zu prüfen. Dieser sollte im östlichen Teil, also auf Kiersper Stadtgebiet, liegen und eine Aussichtsplattform und einen Ruhepunkt enthalten, der über einen kleinen Rundweg zu erreichen ist.

Der Vorstand des Wupperverbands, argumentieren die Christdemokraten, stände einer kleinen Lösung grundsätzlich positiv gegenüber. Das sei das Ergebnis nach einer längeren Diskussion im Rahmen des Besuchs der Kerspe im Juli gewesen. „Für die Kiersper Bürger ist die Kerspe-Talsperre aus diesem Grund leider fast nicht existent. Eine lokale Identifikation mit diesem schönen Gewässer ist so nicht oder kaum möglich“, heißt es in der Begründung des CDU-Antrags.

Für die CDU-Fraktion wäre ein Skywalk wie an der Bigge-Talsperre in kleinerer Form (auch aus Holz) ein Highlight für die Stadt Kierspe.

Dabei wird darauf abgezielt, dass andere Trinkwasseretalsperren wie die Jubach oder die Verse zugänglich sind. Die Kerspe unterscheide sich daher deutlich von den anderen Trinkwassergewässern. Zudem zitieren die Christdemokraten Wolfgang Haber, einer der Väter der Landschaftsökologie: Der habe sinngemäß einmal gesagt, „dass er nie den Weg zum Naturschutz gefunden hätte, wenn er als Kind nicht in vielfältiger Weise die Möglichkeit gehabt hätte, Natur auch wirklich zu erfahren“.

„Erst durch partiellen Zugang zur Kerspe-Talsperre werden die Menschen auch für den Wert der Natur sensibilisiert“, weist die CDU-Fraktion auf einen gewünschten Nebeneffekt ihres Antrags hin. Nach den Gesprächen mit Georg Wulf sollten Rundweg und Aussichtsplattform eine größere Entfernung zum Wasser einhalten, der Zugang auf einer Borkenkäferfläche errichtet würde – wegen der Neugestaltung – und ein Aussichtspunkt in der Höhe ideal wäre. Schließlich hat die CDU-Fraktion ihrem Antrag noch als kleine Anregung ein Foto vom Skywalk an der Bigge-Talsperre beigefügt – der an der Kerspe müsste nicht so hoch sein und könnte auch aus Holz bestehen.

Förderung möglich?

Die Kosten könnten durch einen Antrag für eine Leaderförderung für die Stadt auf den Eigenanteil reduziert werden. Zudem könnte geprüft werden, ob es weitere Fördermöglichkeiten gibt. Dafür habe auch der CDU-Landtagsabgeordnete Ralf Nolten seine Unterstützung angeboten.

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