Ausschuss macht Weg zu weiterer Verbundschule frei

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Eine Reaktivierung der Bushaltestelle an der B 54 könnte den Schulkindern den Weg zur Pestalozzischule deutlich erleichtern. Den jetzigen Schulweg halten die Eltern für zu gefährlich. ▪

KIERSPE ▪ „Ich persönlich bin gegen einen Schulverbund von Bismarck- und Servatiusschule. Gleichzeitig bin ich aber auch für den Erhalt der Rönsahler Grundschule. Und um den Erhalt der Servatiusschule zu sichern ist mir der Verbund lieber als eine Schließung der Schule“, so Ekkehard Haas, Schulleiter der Bismarckschule im Schul- und Kulturausschuss, der am Montag tagte.

Nicht nur Haas tut sich schwer mit der zweiten in Erwägung gezogenen Verbundschule in Kierspe. Probleme sieht dabei nicht nur Haas in den unterschiedlichen pädagogischen Konzepten der Schule, sondern vor allem in den unterschiedlichen Organisationsformen. Wird doch an der Rönsahler Grundschule jahrgangsübergreifend unterrichtet.

Eine Fortführung der unterschiedlichen Organisationsformen in einer Verbundschule sieht Schulrätin Christa Sacher zumindest als schwierig an. Die Verwaltungsbeamte war auch nach Kierspe gekommen, um den Mitgliedern des Ausschusses Mut zu machen, den Schritt zur Verbundschule zu gehen. „Sie haben ja insgesamt rund sechs Jahre Zeit, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Wobei eine Angleichung beim pädagogischen Konzept und auch bei der Organisationsform angestrebt werden sollte“, so Sacher.

Im Vorfeld der Aussprache hatte die für Schulangelegenheiten zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Petra Koch über die Schul- und Schülersituation in Rönsahl berichtet und klar gemacht, dass trotz leicht steigender Schülerzahlen die Zahl der Kinder nicht ausreicht, um den Schulstandort auf Dauer aufrecht zu erhalten. Ursprünglich war die Verwaltung davon ausgegangen, dass aufgrund der personellen Entwicklung Eile bei der Gründung einer Verbundschule gegeben sei. Doch in diesem Punkt konnte Schulrätin Sacher beruhigen. Sie sagte zu, dass die personelle Ausstattung der Schule auch unter den jetzigen Bedingungen noch gesichert sei.

Um ein klares Signal an die Eltern zu senden und gleichzeitig den Schulen so viel Zeit wie möglich zu geben, beschlossen die Ausschussmitglieder, dass die Verwaltung das Verfahren zur Einrichtung eines Grundschulverbundes zwischen Bismarck- und Servatiusschule zum 1. August 2014 fortführen solle. Clemens Wieland als Ausschussvorsitzender sagte zu, die beiden Elternpflegschaftsvorsitzenden der betroffenen Schulen zu einem Gespräch einzuladen.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Schulausschuss am Montag beschäftigte, war die Schulwegsituation der Kinder, die die B54 kreuzen müssen, um die Pestalozzischule zu besuchen. In der Vergangenheit stiegen diese Schüler an der Volmestraße auf der Seite gegenüber von Bender und Wirth in den Bus. Dieser fuhr dann zuerst die Freie Schule an, wendete dort, um weitere Schulkinder an der Pestalozzischule aussteigen zu lassen.

Durch die Eröffnung des ZOB ist diese Haltestelle aber nun weggefallen. Nun müssen die Kinder die Bundesstraße kreuzen und anschließend noch auf einem schmalen Bürgersteig das Bahnviadukt durchqueren.

Nachdem sich die Eltern an die Politik und auch an die Verwaltung gewandt hatten, konnte von dem ersten Beigeordneten Olaf Stelse mitgeteilt werden, dass sich im Rahmen einer sogenannten Verkehrsbesprechung im November, an der auch Vertreter der MVG teilnehmen, eine Lösung gesucht wird. ▪ Johannes Becker

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