Von der Großstadt aufs Land – ein Weg mit vielen Vorteilen

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Der gebürtige Bergkamener Markus Pempe fühlt sich mit seiner Familie in Kierspe sehr wohl. Den Weg von der Großstadt Dortmund, in der er zwischenzeitlich gelebt hat, an die Volme hat er nie bereut – dafür biete der ländliche Raum zu viele Vorteile.

Kierspe - Wegen der Kinder zog es Markus Pempe und seine Frau aus der Dortmunder Großstadt in die beschauliche VolmeKommune – genauer gesagt nach Vorderste Vornberg. Im Gespräch mit der MZ erzählt er die Geschichte seiner „Reise“.

Als gebürtiger Bergkamener ging es für den heute 46-Jährigen nach dem Abitur zunächst für ein Jahr zur Marine in Bremerhaven und Flensburg. Es folgte 1992 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften und Sport auf Lehramt in Dortmund. Nach zwölf Jahren wagten er und seine Frau dann den Schritt, aufs Land zu ziehen.

„Zum einen waren damals die Zinsen niedrig und zum anderen wollten wir mit unserem Nachwuchs in der Nähe meiner Schwiegereltern wohnen“, erklärt Markus Pempe. Er und seine Ehefrau haben es immer als Vorteil empfunden, Familienanschluss zu haben. „So waren wir es gewohnt.“

Auch die mittlerweile drei Kinder im Alter zwischen neun und 15 Jahren genießen es, Oma und Opa in der Nähe zu haben. Für den Umzug nach Kierspe kann der Studienrat, der eine Anstellung am Kaufmänischen Berufskolleg in Gummerbach hat, noch weitere „gute Gründe“ nennen.

„Ich mochte das Sauerland schon immer. Es hat mir optisch schon in der Jugend gefallen, wenn wir über die Autobahn 45 in Urlaub gefahren sind.“ Doch viel wichtiger als die schöne Landschaft ist dem Familienvater, dass seine Kinder sich auf dem Land mehr bewegen können, als in der Stadt.

„Die koordinativen Fähigkeiten, die sich bereits im Grundschulalter herausbilden, werden hier einfach besser gefördert. Es ist wichtig, dass der Nachwuchs draußen spielen kann, auf Bäume klettert und über Bäche springt. Bei Stadtkindern sind die Reaktionsfähigkeiten schlechter ausgebildet.“

Keine Ausgrenzung durch Einheimische

Ausgrenzung als „Zugezogener“ habe er nie erlebt. Markus Pempe hat nach eigenen Angaben die Erfahrung gemacht, dass man auf dem Dorf schnell aufgenommen wird, wenn man die örtliche Infrastruktur auch ausnutzt.

Der Lehrer spielt zum Beispiel bei Grün-Weiß Linden Fußball. „Die Sauerländer sind sehr offen. So lernt man schnell neue Leute kennen.“ Einen kleinen Vorteil habe er aber bereits seit dem „Neustart“ in der Volmestadt gehabt – seine Frau ist eine „von hier“.

Nachfrage bei jungen Familien groß

Für den ehemaligen Großstädter ist Kierspe „total lebenwert“. „An Baugebiet Östlich Rathaus sieht man, dass die Nachfrage vor allem bei jungen Familien vorhanden ist.“

Auch die Landschaft habe ihre Reize. „Ich gehe hier lieber joggen, als in der Stadt.“ Für die nächsten Jahre an der Volme wünscht sich Markus Pempe mehr Kultur und mehr Gastronomie in der Stadt. „Wenn hier einer etwas Neues aufmacht, dann müssen die Kiersper aber auch da hingehen. Damit sich das auch hält.“

Die Vereins- und Freizeitkultur – gerade für Jugendliche – findet er „grandios“. Zudem freue er sich auf den Volme-Radweg und auf den Bahnanschluss. Im Vergleich zu seiner alten Heimat ist dem „Zugereistem“ aufgefallen, dass es in Kierspe weniger anonym zugehe, als in der Großstadt.

„Beim Lesen der Tageszeitung sieht man beinahe täglich bekannte Gesichter. Das ist viel persönlicher und interessanter, als etwas über irgendwelche fremden Menschen erzählt zu bekommen.“

Aufruf

„Hin und Weg“ ist eine Serie, in der in unregelmäßigen Abständen über Menschen berichtet werden soll, die entweder den Weg nach Meinerzhagen oder Kierspe angetreten haben oder ein neues Zuhause in einer anderen Kommune fanden. Wenn auch Sie eine „Umzugs-Geschichte“ zu erzählen haben und dies gerne in der Meinerzhagener Zeitung tun möchten oder jemanden kennen, der entweder an die Volme gezogen oder von hier weggegangen ist, dann melden Sie sich einfach in der MZ-Redaktion unter der Rufnummer 0 23 54/92 71 30 oder per E-Mail an mz-ki@mzv.net.

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