Breites Repertoire bei Konzert

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In neuer Besetzung präsentierte das Vokalensemble Vivendi beim Serenadenabend im gut besuchten Innenhof des Rathauses Musical-, Operetten- und Opernmelodien aus seinem neuen Konzert-Programm. –

KIERSPE – Auch in diesem Jahr waren die Besucherreihen im Innenhof des Rathauses wieder gut gefüllt, als der Männerchor Kierspe zum elften Serenadenabend einlud.

„Das liegt sicher einerseits am gemütlichen Ambiente im ,Biergarten‘ des Rathauses aber vor allem hoffentlich am unterhaltsamen Musikprogramm, mit dem wir sie heute erfreuen möchten“, erklärte Josef Goß am Samstagnachmittag in seiner launigen Anmoderation.

Neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Marie-Luise Linde, Ortsbürgermeister Horst Becker und anderen Kommunalpolitikern, hieß der Männerchor auch Abordnungen befreundeter Chöre und natürlich alle mitwirkenden musikalischen Gäste herzlich willkommen. Die Gesamtleitung des Konzerts hatte die beliebte Chorleiterin Sofia Wawerla, die als Pianistin und Dirigentin den Ton angab.

Mit „Conquest of Paradise“, der Filmmusik von Vangelis, sorgte der Männerchor Kierspe für einen feierlich anmutenden Auftakt. Am Klavier einfühlsam begleitet von Anna Sydorenko, ging der eindringliche, getragene Rhythmus des Stücks den Zuhörern ins Ohr. Beschwingt dagegen wurde es beim anschließenden „Tanzlied“, einer Hommage an sommerlich blühende Rosengärten.

Solist Dieter Waldhelm singt zwei Liebeslieder

In neuer Besetzung mit Carsten Wolf und Detlef Haack präsentierte das Vokalensemble Vivendi Musical-, Operetten- und Opernmelodien aus seinem neuen Konzert-Programm. „Nur ein Zimmerchen irgendwo“ aus dem Musical „My fair Lady“, „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ aus dem „Vogelhändler“ und „Barcarole“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ erklangen im für Vivendi typisch reinen Zusammenklang aller Stimmen. Passend zum Repertoire auch die langen, schwarz-roten Kleider der Damen. Wirkungsvoll musikalisch begleitet wurde das Vokalensemble von der jungen Pianistin Lara Dittmann.

Viel Applaus erntete Solist Dieter Waldhelm, der sich mit zwei Liebesliedern in die Herzen der Zuhörer sang. Schlagfertig und witzig improvisierte er „Jetzt habe ich meinen Text vergessen“, als ihm bei einer Windbö seine Notenblätter davon flogen. Mit seinem weichen Bariton intonierte Dieter Waldhelm „O Marie“ von Edoardo di Capua und die Schiwago-Melodie aus dem bekannten Filmepos „Doktor Schiwago“.

Als Weltenbummler der Chormusik kündigte Josef Goß den Radevormwalder Männerchor an, der bereits Auftritte in Osteuropa, Kanada und den USA hatte. Unter der Leitung von Albert Niessen brachten die Männer in himmelblauen Jacketts mit „Tevitus“ und „Muisomar“ unter anderem zwei interessante estnische Volkslieder zu Gehör, die sie vom Sängerfest in Tallin mitgebracht hatten.

Balladen und Filmmusik nach der Pause

Viel Applaus gab es für die Musiker vor der Pause. Großer Andrang herrschte am Buffet, wo die Sängerfrauen alle Gäste mit leckeren Kuchen, herzhaften Schnittchen und Würstchen aufs Beste bewirteten. „Dieses Konzert ist wirklich ein Genuss“, lobte Maria Borms aus Halver. Ihrer Meinung schlossen sich auch zahlreiche andere Besucher an, die das breite Repertoire und das schöne Ambiente des Serenadenabends besonders hervorhoben.

Mit zwei stimmungsvollen Balladen und einer Filmmusik eröffnete Vivendi das Programm nach der Pause „True Love“, „Tears in Heaven“ und der amüsant vorgetragene „Kriminal-Tango“ kamen bei den Gästen gut an. Und als dann bei „Ach du klar blauer Himmel“ vom Radevormwalder Männerchor die Wolkendecke aufriss und die Sonne hervorkam, kannte die Begeisterung keine Grenzen.

Mit Spannung erwartet wurde von vielen Besuchern der Auftritt der jungen Sopranistin Anastasia Dacenko. Begleitet von ihrer Mutter Anna Sydorenko am Klavier brachte sie zum Auftakt das von Mozart vertonte Goethe-Gedicht „Das Veilchen“ einfühlsam zu Gehör. Zu überzeugen wusste Dacenko auch mit der Paisiello-Arie „Nel cor piu non mi sento“. Tosender Applaus und Zugabe-Rufe erklangen aber vor allem nach dem Lied „Meine Lippen, die küssen so heiß“ aus der Operette „Giuditta“ von Franz Lehar. Leicht kokett und beeindruckend stimmgewaltig begeisterte Dacenko bis zum letzten Akkord.

Ohne Zugabe ließ das Publikum auch die Gastgeber nach ihren letzten Stücken nicht ziehen. Mit dem Volkslied vom Hammerschmied setzte der Männerchor Kierspe den musikalischen Schlusspunkt hinter ein gelungenes Konzert und animierten seine Gäste zum fröhlichen Schunkeln und Mitsingen.

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