Arbeiten sollen im September abgeschlossen sein

Schluss mit langsamen Internet: Glasfaser für Gewerbegebiete

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Gaben den Startschuss für die Verlegung von Glasfaserkabeln in den Kiersper Gewerbegebieten: Sergej Rudsinski, Artur Huhn, Ralf Engstfeld, Olaf Stelse und Helmut Heidemann (von links).

Kierspe - Die Zeit mit langsamen Internet könnte für die Unternehmen in Kierspe im Herbst vorbei sein. Denn die Telekom hat jetzt im Auftrag des Märkischen Kreises mit der Verlegung von Glasfaserkabeln in den Gewerbegebieten begonnen.

Denn Ende September sollen die Unternehmen in Kiersperhagen, Wildenkuhlen und Hüttebruch mit einem Tempo von maximal 1 Gigabit pro Sekunde kommen. Vorausgesetzt, sie haben einen Antrag gestellt, dass die Glasfaser auf ihrem Grundstück bis ans Gebäude oder in den Keller verlegt wird und sie bereit sind, den Eigenteil in Höhe von 799,95 Euro bei dieser geförderten Maßnahme zu zahlen.

Im Übrigen sei die Kabelverlegung unabhängig davon, welcher Anbieter anschließend für den Internetanschluss gewählt werde, betonten Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Telekom Deutschland, und Projektteamleiter Artur Huhn, ebenfalls Telekom, bei der Vorstellung der Maßnahme, das im Wesentlichen durch das Regionale Wirtschaftsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert und unter der Regie des Märkischen Kreises durchgeführt wird.

Neun Kilometer Glasfaser zu verlegen

Aus diesem Grund waren nicht nur der Beigeordnete Olaf Stelse und Helmut Heidemann, Leiter des Sachgebiets Tiefbau, zur Osemundstraße gekommen, sondern auch Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises. Denn die Telekom verlegt nicht nur in Kierspe, sondern auch in Meinerzhagen, Schalksmühle, Altena-Rahmede und -Evingsen sowie bald auch in Balve und Neuenrade im Auftrag des Märkischen Kreises Glasfaserkabel, um damit für schnelles Internet in den Gewerbegebieten zu sorgen.

In Kierspe war es sozusagen der Startschuss des Breitbandausbaus: Insgesamt neun Kilometer Glasfaserkabel sind zu verlegen, fünf Verteiler auszubauen, sodass insgesamt rund 90 Betriebe in den genannten Gewerbegebieten mit einer höheren Bandbreite versorgt werden können. Im Übrigen können sich auch Privathaushalte, die an der Strecke liegen, mit einem Glasfaseranschluss versorgen lassen – sie haben dann allerdings ebenfalls den genannten Eigenanteil für die Arbeiten auf dem Grundstück zu zahlen.

Auch Privathaushalte erhalten Glasfaserkabel

Anders sieht es aus, wenn in den folgenden Jahren – bis 2025 – auch die meisten Privathaushalte in der Volmestadt Glasfaserkabel erhalten. Dann würden andere Förderrichtlinien gelten. Ebenso ist es möglich, dass Firmen sich zu einem späteren Zeitpunkt den schnellen Internetzugang holen. „Wir haben genug Kapazitäten in den Kabeln“, sagt Artur Huhn und erklärt, dass es eigentlich ein noch leeres Kabel ist, in das erst nach der Verlegung „das Glas hinein geschossen wird“. Dadurch würde es keine Bruchstellen geben, die man an Abzweigen erst wieder miteinander verbinden müsse. Die Arbeiten in den Kiersper Gewerbegebieten sollen Ende September abgeschlossen werden. Dabei verlege man die Kabel nicht nur in offener Bauweise, sondern nutze beispielsweise auch, wie in der Osemundstraße, bereits verlegte Leerrohre. Und dort, wo es nicht anders geht, greife man zu anderen Verfahren. Denn: „Die Beeinträchtigungen halten wir so gering wie möglich“, betont Ralf Engstfeld, „wie gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor.“

„Ich freue mich, dass die Arbeiten nun starten“, machte Beigeordneter Olaf Stelse deutlich, dass schnelles Internet wichtig sei für den Wirtschaftsstandort Kierspe. Aber auch für Privathaushalte, so fügte er hinzu, sei es ein wichtiger digitaler Standortvorteil. Im Übrigen können sich die Verantwortlichen von Unternehmen hinsichtlich der Antragstellung für den Glasfaseranschluss an Stelse oder auch Helmut Heidemann wenden – bei ihnen erhalten sie wie auch bei der Telekom Informationen, an wen sie sich wenden müssen beziehungsweise wohin ihr Antrag zu richten ist.

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