Seniorenwohnungen: Bald beginnen die Bauarbeiten

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Neben der Seniorenresidenz sollen bereits in Kürze zwei Gebäude mit 21 Wohnungen für Senioren entstehen. Bauherr ist auch dort Dr. Lutz-Peter Lührmann.

KIERSPE ▪ Wenn alles nach Plan läuft, dann können in einem Jahr die ersten Bewohner der Seniorenwohnanlage an der Montigny-Allee ihre Koffer packen und in einer der neuen Wohnungen neben der Seniorenresidenz wieder auspacken. Denn noch in diesem Frühjahr soll mit dem Bau der beiden Gebäude begonnen werden.

21 Wohnungen in zwei Gebäuden, die miteinander verbunden sind, will Dr. Lutz-Peter Lührmann, der bereits die Seniorenresidenz an der Montigny-Allee betreibt, in den kommenden Monaten errichten. Lührmann: „Die Baugenehmigung liegt vor und sobald das Wetter es zulässt, werden wir mit den Arbeiten beginnen.“

Zwischen 40 und 78 Quadratmeter groß sind die Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen, die von Lührmann sowohl zum Kauf als auch zur Vermietung angeboten werden. Dabei betont der Geschäftsmann aus Witten, dass es ihm nicht nur um die Erstellung von barrierefreien Wohnungen gehe, sondern um ein Angebot, dass es Senioren erlaube, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu bleiben.

Deshalb sind die Wohnungen letztlich auch nur dann zu bekommen, wenn bestimmte Grundleistungen zu einem Pauschalbetrag mitgebucht werden. Dahinter verbirgt sich unter anderem eine Hausdame, die Veranstaltungen für die Bewohner plant und bucht, Ausflüge organisiert, den Einkaufsservice beauftragt und als Mittler zur Residenz und dem Eigentümer fungiert.

Kernstück der Pauschale ist aber ein vollkommen neuartiges Notrufsystem, das von einem Hochtechnologie-Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer-Institut entwickelt wurde. Das System beobachtet alle Räume der Wohnung, wobei es jedoch auf die Erstellung von detaillierten Bildern verzichtet. Statt dessen werden die Bewohner als sogenannte Punktwolken dargestellt. Erfasst werden die Daten dabei von einem Computer, der so programmiert wurde, dass er den Alltag der Bewohner von einer Notsituation unterscheiden kann. Stürzt der Bewohner jedoch, dann alarmiert das System einen Kontrolleur, der sofort versucht, mit dem Bewohner Kontakt aufzunehmen. Gelingt dies nicht, wird umgehend Hilfe herbeigerufen.

„Untersuchungen haben gezeigt, dass mehr als 20 Prozent der Menschen, die einen Notrufknopf mit sich führen, diesen nicht mehr drücken können, wenn sie in eine Notsituation kommen. Durch den Einbau des neuen Systems erhoffen wir uns eine deutliche Steigerung der Sicherheit gegenüber allen bisher verwendeten Systemen“, so Lührmann, der betont, dass es eine solche Anlage bislang bundesweit erst in zwei weiteren Einrichtungen gebe.

Nach seinen Angaben lasse sich das System aber auch deaktivieren, falls der Bewohner das wünsche. Allerdings müsse die Pauschale trotzdem entrichtet werden: „Nur wenn alle zahlen, lässt sich das Grundpaket zu einem akzeptablen Preis anbieten. Die Bewohner haben ja auch die Möglichkeit an allen Veranstaltungen der Seniorenresidenz teilzunehmen.“

Dass mit dem Angebot auch Senioren angesprochen werden sollen, zeigt sich aber nicht nur in der Möglichkeit, Veranstaltungen und Ausflüge planen zu lassen, sondern auch daran, dass zu den Wohnungen Stellplätze für Pkw gekauft werden können, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden befinden.

„Ziel ist es, dass die Bewohner nicht noch einmal umziehen müssen, sondern in ihren Wohnungen gepflegt werden können. Da macht sich die Nähe zur Seniorenresidenz bezahlt. Natürlich sind die Bewohner völlig frei in der Entscheidung, welchen Pflegedienst sie beauftragen.“

Allerdings sagt Lührmann allen Bewohnern zu, dass sie, wenn ein Umzug in die Residenz unvermeidlich sei, automatisch an erster Stelle der Warteliste stünden.

Aber auch in der Residenz selbst gibt es Veränderungen. So sind nun die letzten baulichen Maßnahmen umgesetzt worden, die der Eröffnung des geschützten Demenz-Bereiches im Untergeschoss der Anlage im Wege standen. „Damit können wir dann ab Montag die ersten Bewohner aufnehmen“, so Residenzleiter Christoph Schmidt. Insgesamt finden 16 Bewohner in diesem neuen Breich einen Platz. Damit sind nun alle Voraussetzungen erfüllt, das neue Gebäude komplett zu belegen.

„Wir haben nun genau die Hälfte aller Plätze im Haus belegt und liegen damit im Plan“, so Schmidt. ▪ Johannes Becker

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