Reibekuchen in neuer Küche

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Mit einem Gläschen Sekt wurde von Bewohner der Seniorenresidenz und Besucher gestern sozusagen die Modernisierung der Küche eingeweiht. Koch Björn Zenker präsentierte auch die anderen Neuerungen.

Kierspe - Für die Bewohner der Seniorenresidenz und einige Besucher war es gestern eine Premiere: Björn Zenker, der Koch der Einrichtung, präsentierte ihnen die neue Küche und Kühlräume, die im Haus an der Montigny-Allee eingerichtet wurden. Während die Besucher der Hausbewohner bei den Angehörigen-Abenden, die jedes halbe Jahr stattfinden, schon mal die Gelegenheit, sich das „Reich“ des Kochs in der Seniorenresidenz anzusehen.

Dort, wo täglich knapp 80 Mahlzeiten für die Bewohner, weitere 20 für die Mitarbeiter sowie jeweils 15 für einen Kindergarten und einen externen Pflegedienst zubereitet und gekocht werden. Denn Björn Zenker verfährt nach dem Motto: „Es gibt hier nichts zu verbergen!“ So öffnet er bereitwillig den neuen großen Kühlraum, der nun 18 Kühlschränke ersetzt – aber nur kurzzeitig, denn Bewohner und Gäste strömte eiskalte Luft (bis -18 Grad Celsius) aus dem riesigen Gefrierschrank entgegen.

Daher war schnell „das ist mir zu kalt“ zu hören. Bewohner des Hauses und Besucher konnten ebenso einen Blick in den zweiten Kühlraum, im dem nicht so eisige Temperaturen herrschen, und ins Trockenlager werfen, das auch als Brotlager bezeichnet wird. Zwischen durch gab es in der Küche ein Gläschen Sekt, um damit sozusagen das Vario-Cooking-Center einzuweihen.

Ohne dicke Jacke kann man es nicht lange im eisigen Kühlraum, der 18 Kühlschränke ersetzt, aushalten.

Zenker zeigte den neuen modernen und energiesparenden Herd, in dem er für alle Reibekuchen backte – dazu gab es nicht nur Sekt, sondern auch Lachs. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Küchenbereich weitere Änderungen erfahren wird. So muss zum Beispiel eine störende Tür gegen eine Schiebetür mit Bullauge ausgetauscht. Ein großes Problem sei auch die Hitze-Entwicklung am Vario-Cooking-Center. „Im Sommer sind da schnell 45 Grad erreicht“, sagt der Koch der Seniorenresidenz.

Die kleine Dunstabzugshaube schaffe es nicht, die warme Luft abzusaugen. Da müsse eine moderne Anlage installiert werden, erzählte Björn Zenker seinen Gästen. „Ich bin jetzt drei Jahre hier“, verdeutlichte der Koch die Notwendigkeit der Modernisierung, „und habe schon im dritten Monat Änderungen gefordert.“ Aufgrund von Wechseln in der Leitung der Einrichtung war es erst in der jüngeren Vergangenheit dazu gekommen.

Durch die Modernisierung der Küche und der Lagermöglichkeiten besteht unter Umständen bald die Möglichkeit, dass weitere Essen außer Haus geliefert werden. „Es liegen Anfragen von drei weiteren Kindergärten vor“, erläutert Björn Zenker. Aber erst einmal bleibt es bei der Herstellung von 130 Gerichten pro Tag, die der Koch mit maximal drei weiteren Mitarbeiterinnen beziehungsweise Mitarbeitern zubereitet.

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