Rathaus-Post für die Senioren

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Vorsitzende Manuela Lellwitz und Verwaltungsmitarbeiter Ulrich Fülber stellten am Mittwoch in der Sitzung des Seniorenbeirats den Seniorenfragebogen vor, der vom Gremium nach Überarbeitung verabschiedet wurde.

Kierspe - Die 60-Jährigen und Älteren in Kierspe – das sind aktuell mehr als 4200 – werden bald Post von der Stadt bekommen: Der Seniorenbeirat hat mit Unterstützung der Verwaltung für eine Neuauflage der Seniorenbefragung gesorgt.

In der Sitzung des Gremiums am Mittwoch erinnerte Vorsitzende Manuela Lellwitz daran, dass es vor zehn Jahren schon einmal eine solche Befragung gegeben habe. Doch im Laufe der Zeit habe sich einiges verändert, auch die Senioren.

Daher freue man sich, dass mithilfe der Stadt die Seniorenbefragung wiederholt werden könne. Man hofft, dass es wieder einen Rücklauf der Fragebögen in Höhe von 40 Prozent geben wird. Die Auswertung der Antworten soll dann Arbeitsauftrag sein, um nach Möglichkeit gewünschte Änderungen herbeiführen.

Im Übrigen wird die Befragung wieder anonym durchgeführt. Es sollen lediglich Angaben zum Geschlecht, Altersgruppe, Wohnort (Bahnhof, Dorf, Rönsahl, Außenbereich), Berufstätigkeit und zum eigenen Wohnraum gemacht werden.

Sämtliche Angaben, das wurde in der Sitzung des Seniorenbeirats immer wieder betont, sind freiwillig. Sie sollen aber ein Bild darüber liefern, wo „der Schuh drückt“ und wo möglicherweise kein Handlungsbedarf besteht. Der Fragenkatalog unterscheidet sich deutlich von dem vor zehn Jahren, weil dieser von Sachgebietsleiter Oliver Knuf und seinem Team überarbeitet und gestrafft wurde.

Verwaltungsmitarbeiter Ulrich Fülber stellte die insgesamt 20 Fragen in der Sitzung des Seniorenbeirats vor, dessen Mitglieder dann kleine Ergänzungen oder Veränderungen vornahmen. Beispielsweise wurde die Frage, ob eine Wohnung als seniorengerecht empfunden wird, bei Nein um den Zusatz ergänzt, was fehlt beziehungsweise warum das so ist.

Bei der Frage nach den Versorgungsmöglichkeiten wurde die Antwort „Großhandel“ herausgenommen – „Was sollen wir im Großhandel?“, fragte ein Beiratsmitglied – und dafür ersetzt mit der Frage, welche Art von Geschäft zum Beispiel fehlt. Ähnlich sieht es aus bei der Frage nach Ärzten. Hier könnte angegeben werden, welcher Facharzt fehlt. Und wer das Pflegeangebot insgesamt für nicht ausreichend hält, könnte angeben, was er oder sie vermisst.

Eine kurze Diskussion entwickelte sich bei der zehnten Frage „Liegt bei Ihnen ein anerkannter Pflegegrad vor?“. Dies ging einigen doch sehr in den Privatbereich – die Lösung war nicht, die Frage zu streichen, sondern mit dem Hinweis „Angabe freiwillig“ zu ergänzen.

Es gab aber auch schon erste Antworten aus den Reihen des Seniorenbeirats. So wurde moniert, dass es in Kierspe immer weniger Briefkästen gebe. „Wir können ja noch einmal versuchen und die Stadt bitten, bei der Deutschen Post zu intervenieren“, machte Lellwitz wenig Hoffnung, hier eine Änderung herbeiführen zu können.

Bei einem Geldautomaten im Dorf, der von einem Rollstuhlfahrer nicht zu bedienen sei, weil das Geldausgabefach zu hoch liegen würde, könnte dies unter Umständen anders aussehen. Nach der Überarbeitung des Fragebogens zeigte ich der Beirat zufrieden damit. Dieser kann nun in der endgültigen Fassung (mit Rückumschlag) eingetütet und an die Senioren versandt werden.

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