Demenz: Tipps für Angehörige

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Eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz wurde am Mittwoch gegründet.

Kierspe - „Helfe ich anderen, helfe ich mir“ – mit diesem Gedanken trafen sich zwölf Frauen und Männer im Kreativzentrum, um eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz zu gründen. Fachkundige Hilfe hatte sich die Gruppe von Julia Manz vom Landesverband der Alzheimer-Gesellschaften NRW und Brigitte Wiesner-Ganz, Fachkraft bei der Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen im Märkischen Kreis geholt.

Beide Frauen konnten ihnen mit praktischen Tipps zu Fragen zur Organisation aushelfen. Gleich zu Beginn gaben Heike Böseler und Nicole Schuler von der Awo-Sozialstation den Anwesenden einen Überblick über die Angebote, die die Awo Angehörigen von Demenzkranken bietet. Auch überbrachten sie das Angebot des Awo-Ortsvereins, einen Raum für etwa 15 Personen zur Verfügung zu stellen, wo künftige Treffen stattfinden könnten.

Es ergab sich, dass es noch weitere Raumangebote gab. So könnte ein Raum im Rathaus genutzt werden, ein Raum bei „Rat und Tat“, einer in der Seniorenresidenz und eventuell auch einer bei „Hand in Hand“. Anschließend gab Julia Manz den Tipp, sich zu erkundigen, was es in Kierspe bereits für Angebote gibt und wer sie anbietet. „Gehen Sie ins Internet und geben Sie als Suchbegriff ,Landesinitiative Demenz‘ und später auf der Seite Ihre Postleitzahl ein und sie werden dort die bereits bestehenden Angebote sehen können“, riet Julia Manz den Anwesenden.

„Im Märkischen Kreis gibt es über 200 Selbsthilfegruppen“, ergänzte Brigitte Wiesner-Ganz. Daraufhin sammelte Julia Manz erst einmal die Erwartungen, die die Angehörigen an die Selbsthilfegruppe hatten. Dabei kam der Wunsch auf, Erfahrungen auszutauschen, Ablenkung zu erfahren, loszulassen und sich bei Allem auch nicht selbst zu vergessen. Kraft tanken war für einige unter ihnen auch ein Ziel. „Denken Sie auch an den Zusammenhalt in der Gruppe und daran, ein gewisses Maß an Schweigepflicht zu vereinbaren“, riet Brigitte Wiesner-Ganz.

Nach fast zweistündigen Beratungen kam die Selbsthilfegruppe zu dem Ergebnis, sich künftig ab August immer am ersten Mittwoch des Monats zu treffen. Das nächste Treffen wird demnach am 2. August von 17 bis 19 Uhr stattfinden. Der Ort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben, da bislang nicht vollständig geklärt werden konnte, welche Räume an diesem Tag und zu dieser Uhrzeit frei sind. Ansprechpartnerin für Interessierte ist Marianne Struth. Sie ist telefonisch unter 0 23 59 / 71 09 oder unter 01 51 / 59 46 37 18 entweder persönlich oder über den Anrufbeantworter zu erreichen.

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