Sechs Verletzte am Dienstag bei schwerem Unfall auf B 54

Mehrere Rettungswagen und fünf Notärzte befanden sich vor Ort, um die sechs Verletzten zu versorgen. ▪

KIERSPE ▪ Mit einem Frontalzusammenstoß endete am Dienstagnachmittag um 15.25 Uhr die Fahrt eines 20-jährigen Meinerzhageners, der mit seinem VW Polo, in dem noch weitere jungen Leuten saßen, auf der B 54 in Richtung Lüdenscheid unterwegs war.

Im Bereich einer langgezogenen Rechtskurve kurz vor der Ortslage In den Erlen, kam er nach links von seiner Fahrbahnseite ab und kollidierte mit dem entgegenkommenden Kia einer 57-jährigen Lüdenscheiderin. Bei dem Unfall gab es mehrere Verletzte, darunter zwei schwer. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 8000 Euro.

Der junge Mann wurde in seinem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack herausgeschnitten werden. Vor Ort war der Löschzug Wehestraße mit drei Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften unter der Einsatzleitung von Ralf Potthoff und Ralf Pennekamp. Die Einheit setzte zwei hydraulische Scheren, den Spreizer und den Pedalschneider ein, um zuerst die Tür des Autos herauszunehmen, damit der schwerverletzte Fahrer ärztlich behandelt werden konnte. Dann wurde das vorne sehr stark zusammengedrückte Auto wieder etwas gestreckt, das Dach abgetrennt und die Pedale, die die Füße des jungen Mannes einklemmten, herausgeschnitten. Um ihn und die anderen Verletzten kümmerten sich an der Unfallstelle insgesamt fünf Notärzte.

Die Verletzungen des Polo-Fahrers waren lebensgefährlich, so dass für ihn ein Rettungshubschrauber angefordert wurde. Christoph 8 des ADAC flog von seinem Standort in Lünen an, landete mitten auf der Bundesstraße und brachte, nachdem er wieder gestartet war, den 20-Jährigen mit seinen vielfältigen Verletzungen in eine Spezialklinik nach Hamm.

In dem Polo hatten sich außerdem noch ein 14-jähriger Junge und drei Mädchen befunden, eines 12, die anderen 14 und 15 Jahre alt. Auch sie wurden leichter bis schwer verletzt, besonders das hinter dem Fahrer sitzende Mädchen. Auch die 57-Jährige Kia-Fahrerin musste mit einem der Rettungswagen vor Ort ins Krankenhaus transportiert werden.

Die Feuerwehr klemmte, wie es bei Unfällen üblich ist, die Batterie ab, damit nicht auch noch ein Brand ausbrach, und streute auslaufende Fahrzeugflüssigkeiten wie Kühlflüssigkeit und Öl mit Bindemittel ab, um zu verhindern, dass diese ins Erdreich oder in den Kanal gelangten. Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten blieb die Bundesstraße für vier Stunden komplett gesperrt für den Verkehr.

Die Freigabe verzögerte sich zusätzlich noch, weil die Staatsanwaltschaft zur Klärung der Unfallursache einen Sachverständigen beauftragte, denn es bestand der konkrete Verdacht, dass eine Ölspur auf der Fahrbahn verantwortlich sein könnte, die von der Polizei entdeckt worden war. Sie könnte dazu geführt haben, dass der 20-Jährige die Kontrolle über seinen Wagen verlor und auf die Gegenfahrbahn rutschte. Beide Autos wurden von der Polizei zur Beweisführung sichergestellt. ▪ Rolf Haase

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