Schwungvolle Rhythmen und christliche Botschaften

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Den Auftakt zum Chorkonzert machte der evangelische Kirchenchor Rönsahl.

Kierspe - Sakrale Musik von klassisch bis modern, Gospels, Popmusik und Anklänge von Jazz – das Repertoire beim Chorkonzert am Samstagabend in der Kirche St. Engelbert in Rönsahl war weit gespannt.

Von Birgitta Negel-Täuber

Inzwischen ist es Tradition in der Gemeinde, alle fünf Jahre den Jahrestag der Kirchweihe mit einem Konzert zu begehen und so hatte Organisator Hubertus Seidel auch zum 60. Geburtstag der Kirche drei Kiersper Chöre dazu eingeladen.

Den Auftakt machte der Evangelische Kirchenchor Rönsahl mit dem Sakropop-Titel „Halleluja, sing ein Lied“ des israelischen Komponisten Kobi Oshrat, gefolgt vom, im Original leicht rockigen, „Da berühren sich Himmel und Erde“ und dem Gospel „This Little light of mine“. Die Mischung aus schwungvollen Rhythmen und christlicher Botschaft kam gut an beim Publikum, vor allem für „I will follow him“ aus dem Musical „Sister Act“ gab es viel Applaus. Mit gut 25 Sängerinnen und Sängern war der Evangelische Kirchenchor unter Leitung von Sofia Wawerla zugleich die zahlenmäßig größte Formation des Abends.

Das Ensemble ChoriFeen Kierspe firmierte früher unter dem Namen „Singekreis St. Josef“ und gehört der katholischen Kirchengemeinde an. Die Frauen bestritten unter Leitung von Kirchenmusikerin Maria Hartel ein rein englischsprachiges Programm mit zwei Titeln von John Rutter, Gospels, dem Traditional „Band of angels“ und „In the sanctuary“ von Kurt Carr, einem zeitgenössischen Gospel-Komponisten. „Heaven ist a wonderful place“ ist ein Standard der Truppe und machte den Sängerinnen sichtlich Spaß. Der übertrug sich auf die Zuhörer: Auch bei manchen anderen Liedern schnipsten Finger, wippten Füße und sang der ein oder andere leise mit.

So unterschiedlich wie die Chöre war auch ihr Programm. Das Vokalensemble Vivendi sang ihren ersten Programmteil von der Orgelempore aus, begleitet von Maria Hartel an der Orgel. Das Doppelquartett ging weit zurück in die musikalische Vergangenheit und begann mit einem „Vater unser“ von Heinrich Schütz, gefolgt von „Panis Angelicus“ von César Franck und „Locus iste“ von Anton Bruckner. Im zweiten Teil wechselte Sänger Karsten Wolf flugs ans Piano und begleitete seine Kollegen bei „Circle of Life“ aus dem Musical „König der Löwen“. Mit „Blue moon“ stellten die Sänger auch ihr Show-Talent unter Beweis, mit gekonntem Augenaufschlag himmelten die Sängerinnen den „blue moon“ an, Sänger Detlev Haack begeisterte mit seiner Zungenakrobatik das Publikum.

Chöre und Publikum waren im Anschluss an das gut einstündige Konzert zu einem gemütlichen Beisammensein ins Gemeindehaus eingeladen. Dort hatten die Helferinnen der Gemeinde bereits einen Imbiss vorbereitet, zu dem Rönsahler Landbier ausgeschenkt wurde. Die Organisatoren konnten zufrieden sein mit dem Abend: Ein facettenreiches Konzert mit viel Publikum war der gelungene Auftakt zum Patronatsfest von St. Engelbert.

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