Rönsahl schon seit dem 10. Juli ein „großes Funkloch“

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Im Internet heißt es, eine Basisstation (Foto) arbeite nicht einwandfrei; der Pressesprecher von Telefonica spricht von einem Fehler im Richtfunksystem – das Ergebnis für den Mobilfunk im E-Netz in Rönsahl ist kein oder nur sehr schlechtes Netz.

Rönsahl - „Zurzeit führt eine Störung an einem Richtfunksystem am Standort Kierspe-Rönsahl leider zu Beeinträchtigungen in der Mobilfunkversorgung des Ortes“, erklärt Jörg Borm, Pressesprecher der Telefonica Germany GmbH & Co. OHG, auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung. Für die zahlreichen Kunden von O2 und anderen Providern, die das E-Netz nutzen, ist das wenig tröstlich.

Denn dieses „zurzeit“ gelte bereits seit dem 10. Juli, wie ein Leser der Meinerzhagener Zeitung aus Rönsahl erklärte – ein Ende ist bislang nicht in Sicht, wie aus den Worten des Pressesprechers zu entnehmen ist. Der Mobilfunkprovider O2 gehört im Übrigen zum Telefonica-Konzern.

„Da die Störung jedoch nicht dauerhaft, sondern nur sporadisch auftritt“, erläutert Jörg Borm weiter, „gestaltet sich die Fehlersuche deutlich aufwendiger als üblich.“ Die Techniker des Unternehmens, das die sogenannte Basisstation – ein Funkmast, von dem aus die Handys den Zugang ins E-Netz erhalten – unterhält, seien nach wie vor mit der Analyse des eigentlichen Fehlers beschäftigt.

Natürlich kann dieser erst behoben werden, wenn er auch gefunden ist. „Für den Abschluss der Arbeiten können wir jedoch leider heute keinen definierten Zeitpunkt nennen“, lautet für alle Rönsahler Smartphone- beziehungsweise Handy-Besitzer, die das E-Netz nutzen, die zweifellos unbefriedigende Antwort.

„Kein Netz“ – diesen Hinweis dürften Nutzer des E-Netzes in Rönsahl derzeit sehr oft sehen.

Mehr Informationen gibt es auch für diejenigen nicht, die auf anderen Wegen ins Internet kommen. Dort kann man einen kurzen Check für den E-Netz-Mobilfunkstandort Rönsahl durchführen und erhält die Antwort: „Eine Basisstation in der Nähe funktioniert im Moment nicht einwandfrei.“

„Durch den Ausfall der Basisstation reicht in Rönsahl der Empfang von sehr schlecht bis gar kein Empfang“, erklärt der MZ-Leser weiter. Betroffen von dieser Störung sei natürlich sowohl der Mobilfunk (fürs Telefonieren) als auch das mobile Internet.

Beschwerden, so meint der Rönsahler weiter, seien seines Wissens bislang nur bei einer Hotline eines Discounters, der Mobilfunk im E-Netz anbietet, eingegangen. Wenn Rönsahl noch länger ein „Funkloch“ bleibt, sei zu befürchten, dass viele E-Netz-Nutzer ins D-Netz und damit zu anderen Providern wechseln würden.

Die Störung im Rönsahler E-Netz steht aber in keinerlei Zusammenhang mit dem „Schleichen statt surfen“ – ein Politmagazin hatte darüber berichtet, das O2 in manchen Urlaubsländern die Geschwindigkeit beim Surfen drossele und dass daran die neue EU-Regelung zum Datenroaming sein soll. Denn bei den Rönsahlern kommt es im E-Netz nicht gedrosselt an, vielmehr ist im Display zu lesen: „Kein Netz“.

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