Transport geht durch Kierspe: 292 Tonnen auf 18 Achsen

Gut gesichert machte sich der Transport auf den Weg durch die Volmestadt. Nicht nur die Lastwagenfahrer mussten ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch die Fahrer der Begleitfahrzeuge.

KIERSPE - 292 Tonnen auf 18 Achsen – das ist schon kein kleiner Schwertransport mehr. Eine riesengroße Presse auf einem Tieflader musste in der Nacht zu Mittwoch das Volmetal passieren. Damit dieser Transport reibungslos ablaufen konnte, wurde der Transportunternehmer Christopher Dickel aus Wilnsdorf gebucht.

Dickel ist Fachmann für die Begleitung von Schwertransporten – denn diese Presse passte nicht so ohne weiteres auf die Strecke. Die erste Schwierigkeit: Der Autobahnzubringer und der Beginn der Südumgehung. Bereits dort hätte der Transport schon nicht im die Kurve gepasst. Deshalb musste die Crew von Christopher Dickel die alte B 54-Trasse wieder aktivieren. Dazu wurden Stahlplatten als Übergang gelegt, damit der Schwertransport ungehindert und geradeaus fahren konnte. Dann lief zunächst alles glatt – bis Tannenbaum. Auch diese Kurve war zu eng für den 18-Achser, zumindest von Meinerzhagen kommend.

Schwertransport durch das obere Volmetal

Schwertransport Volmetal

292 Tonnen auf 18 Achsen – das ist schon kein kleiner Schwertransport mehr. Eine riesengroße Presse auf einem Tieflader musste in der Nacht zu Mittwoch das Volmetal passieren. Damit dieser Transport reibungslos ablaufen konnte, wurde der Transportunternehmer Christopher Dickel aus Wilnsdorf gebucht.

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Deshalb fuhr das tonnenschwere Vehikel zunächst auf der B 54 weiter. Dann wurde die Zugmaschine am anderen Ende angekoppelt, damit der Zug um die Kurve passte.

Die Kölner Straße war für das Team kein Problem. Dort mussten nur einige Schilder auf den Verkehrsinseln abmontiert werden. Für Dickels Männer keine Schwierigkeit und als der Schwertransport die Nadelöhre passiert hatte, standen die Schilder auch schon wieder. Möglich machten das Montagewagen, die vor und hinter dem Schwertransport fuhren und die Strecke überprüften.

Ein solcher Transport wird natürlich auch immer von der Polizei abgenommen und begleitet. Mittwochnacht waren drei Fahrzeuge vom Verkehrsdienst dabei, um Autofahrer vor dem Transport zu warnen und sie aufzufordern rechts heran zu fahren.

Wie geschmiert lief es dann über die Friedrich-Ebert-Straße und auch die Kurven im Dorf stellten für das „Ungetüm“ keine großen Probleme dar. Selbst die steilen Eierkurven der L 528 meisterte der Schwertransport mit Bravour und ohne größere Probleme. In der Nacht schaffte der Transport noch sein Etappenziel Hattingen.

Die große, nagelneue Presse aus dem Siegerland muss von Dickel nur noch bis Oberhausen begleitet werden. Dort wird sie später im Schwerlasthafen auf ein Schiff verladen. Nach einem weiteren Verladen auf ein hochseetaugliches Schiff geht die Presse schließlich nach China wo große Metallteile, unter anderem für die Autoindustrie hergestellt werden. Diese Autos könnten dann irgenwann einmal wieder über die Kölner Straße rollen.

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