Was es mit dem Schwert auf sich hatte

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Beim Anspiel in der Kirche St. Josef erzählten und spielten die Kinder die Martinslegende einmal anders. ▪

KIERSPE ▪ Martin ist stolz auf seinen Vater. Der ist Offizier, ein richtiger Held in den Augen seines kleinen Sohnes. Als er Martin ein Holzschwert schenkt, ist dieser überglücklich und gibt bei seinen Freunden mächtig damit an.

Aber das Blatt wendet sich, allmählich erfährt Martin, was es mit dem Krieg auf sich hat. Er zerbricht das Holzschwert, aber als Sohn eines Offiziers muss er trotzdem zum Militär. Aber Martin will nicht töten. Er macht sich deshalb auf in die Kaiserstadt, um dem Kaiser sein Schwert zurückzugeben. Auf dem Weg dorthin begegnet er einem Bettler.

Das kindgerechte Anspiel nahm Bezug darauf, dass Martin nicht aus freien Stücken Soldat geworden war. Kinder der St.-Josef-Gemeinde hatten es unter Leitung von Petra Kurzawski einstudiert; Pastor Gregor Myrda leitete die kurze Andacht.

Im Anschluss zog ein langer Zug am Rathaus vorbei Richtung Haunerbusch, musikalisch unterstützt von der Stadtkapelle und Schülern der Bläserklassen unter Leitung von Götz Land. Sankt Martin ritt hoch zu Ross vorneweg bis zur Seniorenresidenz, wo schon der Bettler wartete.

Nachdem im vergangenen Jahr der Martinszug wetterbedingt ausfallen musste, konnten diesmal die Kinder ihre selbstgebastelten Laternen bei mildem und vor allem trockenem Wetter leuchten lassen. Die Mantelteilung war natürlich der Höhepunkt des Laternenumzugs.

Danach ging es zurück zur Kirche. Vor dem Gemeindehaus hatten Mitglieder des Gemeinderats bereits Stände aufgebaut, an denen sich Kinder und Eltern verköstigen konnten. Bei Kakao und Glühwein klang der Abend aus. ▪ bnt

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